Ein Router fungiert als Zentrale im Heimnetzwerk. Über das Gerät kann man seine Hardware mit dem Internet verbinden und den Datenverkehr regeln. Aufgrund dieser wichtigen Funktion als Leitstelle zum Internet ist der Router aber auch diversen Gefahren im Netz ausgesetzt.
Im ungesicherten Zustand sind die Geräte „ein Einfallstor für Cyber-Angriffe“, wie es beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) heißt. Gelingt es Kriminellen, sich Zugang zu verschaffen, dann können sie die gesamte mit dem WLAN verbundene Hardware kompromittieren. Deshalb empfiehlt das BSI auch explizit, eine Funktion zu deaktivieren, um das Risiko zu reduzieren: den Fernzugriff.
Wofür ist der Fernzugriff da?
Das Feature ermöglicht es, von außerhalb des eigenen Netzwerks auf den Router zuzugreifen. Das kann praktisch sein, wenn man selbst oder beispielsweise auch der Internetanbieter auf das Gerät zugreifen müssen, um die Einstellungen zu ändern. Eine Ferndiagnose bei einer Internetstörung oder auch die Verwaltung von Smarthome-Geräten sind weitere Anwendungsfälle.
Allerdings liegt genau dabei auch das Risiko, wenn sich jemand ungewollt Zugriff verschaffen kann. Solange die Option aktiv ist, genügt in der Regel ein Passwort, um Geräte, Ports, WLAN-Schlüssel und auch andere sensible Daten abzurufen und sogar zu verändern.
So deaktiviert man den Fernzugriff beim Router
Das BSI empfiehlt deshalb, die Funktion zu deaktivieren – es sei denn, man benötigt sie akut. Dafür geht man direkt ins Router-Menü und navigiert zu Punkten, die meistens „System“, „Administration“ oder „Sicherheit“ heißen. Dort sucht man dann nach Schlagworten wie „Fernzugriff“, „Remote-Management“ oder auch „Management aus dem Internet“.
Einige Modelle „verstecken“ die Funktion auch in anderen Menüpunkten wie „WAN“ oder „Zugriffskontrolle“. Am besten stellt man den Webzugriff auf „lokal“ oder deaktiviert den Zugang von außen komplett. Zudem sollte man den HTTP-Zugriff abschalten.
Weitere Empfehlungen des BSI
Bedenkt man, wie eingebunden das heimische Internet in den Alltag ist, dann erschließt sich die Wichtigkeit eines sorgsamen Umgangs. Immerhin sind inzwischen zahlreiche sensible Daten der meisten Menschen – inklusive privater Bilder, Bankdaten etc. – auch online abgelegt. Das BSI empfiehlt deshalb mit Blick auf den Router folgende Sicherheitsmaßnahmen:
- Standardpasswörter ändern
- langes und vielseitiges WLAN-Passwort verwenden
- Firmware auf dem neuesten Stand halten
- Standard-Netzwerknamen ändern
- Gast-Netzwerk einrichten
Darüber hinaus kann man auch durch sein Verhalten im Internet sowie einen effektiven und aktuellen Schutz auf den Geräten selbst die Sicherheit erhöhen. Besondere Vorsicht gilt bei der Nutzung öffentlicher WLAN-Netzwerke. Dabei können Daten abgegriffen oder Schadsoftware auf das verbundene Gerät eingeschleust werden, die anschließend auch auf den heimischen Router übergreifen kann, wenn man sich mit diesem verbindet.

