Rufumleitung gegen Spam-Anrufe: Funktion kann auch ganz anders genutzt werden

Eine Rufumleitung erfüllt auf den ersten Blick eine klare Funktion. Diese kann man allerdings auch ausdehnen und so unter anderem lästigen Spam-Anrufen entgehen.
Rufumleitung gegen Spam-Anrufe: Funktion kann auch ganz anders genutzt werden
iStock / Delmaine Donson

Die sogenannte Rufumleitung, auch Anrufweiterleitung genannt, ist eine Funktion, über die jedes Telefon und Smartphone verfügt. Dank einer simplen Einstellung werden Anrufe dadurch automatisch an eine andere Nummer umgeleitet. Das ist unter anderem im Job nützlich, wenn man im Urlaub ist und sichergehen möchte, dass wichtige Anrufe entgegengenommen werden.

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Aber auch im Privaten kann eine Rufumleitung sehr nützlich sein, beispielsweise wenn man in einer Gegend mit schlechtem Empfang unterwegs ist, sodass man Anrufe einfach auf sein Festnetztelefon umleiten kann. Manche nutzen die Funktion auch, um ungestört zu sein und dabei auch abschalten zu können, weil man weiß, dass keine wichtigen Telefonate verloren gehen.

Es gibt aber noch einen weiteren Einsatzzweck für eine Anrufweiterleitung, die viele nicht auf dem Schirm haben: Spam-Schutz. Dabei gilt es allerdings, auf ein paar Details zu achten.

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Anrufweiterleitung an nicht existente Nummer

Im Kern geht es bei einer Rufumleitung darum, auf eine bestehende Nummer umzuleiten, damit ein Anruf nicht ins Leere läuft. Man kann sich die grundlegende Funktionsweise aber auch zunutze machen, um Anruferinnen und Anrufer absichtlich abblitzen zu lassen, indem man auf eine Nummer umleitet, die überhaupt nicht existiert.

Wer etwa unter häufigen Spam-Anrufen leidet, kann auf diese Weise die Anrufe umleiten. Für die Person am anderen Ende der Leitung klingt es dann so, als sei die Leitung besetzt. Allerdings sollte man zum einen beachten, dass dann auch alle anderen Anrufe nicht durchkommen. Man sollte also vorher gegebenenfalls seine wichtigen Kontakte informieren und sicherstellen, dass man keine allzu wichtigen Anrufe erwartet.

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Zum anderen sollte man dafür nicht jede beliebige Nummer verwenden, sonst wird eine andere Person mit den Anrufen belästigt. Zudem sollte man kostenpflichtige Nummern vermeiden. Denn während die Anruferin oder der Anrufer die Verbindung zur initialen Nummer zahlen, die diese gewählt haben, muss die Person, die eine Rufumleitung einrichtet, die dadurch entstehenden Kosten tragen; das schützt vor Betrug.

Am besten setzt man deshalb auf eine Telefonnummer, die überhaupt nicht vergeben ist. Eine solche findet man, indem man sie testweise selbst anruft. Alternativ kann man auch direkt auf eine Liste sogenannter „Drama Numbers“ der Bundesnetzagentur zurückgreifen, die niemals vergeben werden.

So richtet man eine Rufumleitung auf dem Smartphone ein

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, um eine Anrufweiterleitung einzurichten: per GSM-Code oder über die Einstellungen des jeweiligen Telefons. Diese funktionieren bei Android und iOS zwar ähnlich, es gibt aber doch kleinere Unterschiede.

Wie man bei Android vorgeht:

  • Telefon-App über das Hörer-Symbol öffnen.
  • Dort die „Einstellungen“ öffnen (in der Regel über ein Drei-Punkt-Symbol).
  • In der Übersicht „Zusatzdienste“ auswählen (je nach Anbieter auch „Anrufkonten“ oder „Anrufe“ genannt).
  • Dort steht dann die „Rufumleitung“/„Anrufweiterleitung“ zur Verfügung.
  • In das sich öffnende Zielfeld muss dann die Nummer eingetragen werden, auf die umgeleitet werden soll.

Wie man bei iOS vorgeht:

  • Einstellungen des iPhones öffnen.
  • Zum Bereich „Apps“ und dort zu „Telefon“ navigieren.
  • Dort steht dann die „Rufumleitung“/„Anrufweiterleitung“ zur Verfügung. Die Option muss dann separat aktiviert werden, bevor man die Zielnummer angeben kann.