Wasser trinken vor dem Schlafen: Warum Experten davon abraten

Das Glas Wasser auf dem Nachttisch gilt als Inbegriff einer gesunden Abendroutine. Doch wer direkt vor dem Einschlafen noch ein ganzes Glas austrinkt, riskiert unfreiwillig seine Nachtruhe. Was Experten stattdessen raten.
Wasser trinken vor dem Schlafen: Warum Experten davon abraten
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Wer sich ins Bett legt, stellt zumeist noch ein Glas Wasser auf den Nachttisch. Häufig zählt das Trinken vor dem Schlafengehen sogar zu der Abendroutine. Doch das kann ein Fehler sein. Zwar gilt es allgemein als praktisch, wenn man das Glas auch nachts griffbereit hat, doch wer direkt vor dem Einschlafen das Wasser austrinkt, kann sich damit tatsächlich selbst schaden.

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Denn die Wasseraufnahme kann dazu führen, dass man nachts häufiger aufwacht, um die Toilette aufsuchen zu müssen. Das hat wiederum schnell zur Folge, dass die Schlafqualität gemindert wird. Was natürlich nichts mit einem krankhaften nächtlichen Harndrang zu tun hat, sondern lediglich mit den falschen Angewohnheiten.

Mann trink ein Glas Wasser
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Warum das Glas Wasser vor dem Schlafen manchmal ein Fehler ist

Ein gesunder Schlafzyklus dauert normalerweise rund 90 Minuten an und besteht aus Leicht-, Tief- und REM-Schlafphasen. Wird dieser Zyklus ständig unterbrochen, weil man auf die Toilette muss, kann das die Schlafqualität dauerhaft verschlechtern. Das führt wiederum zu Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwäche und Stimmungsschwankungen. Langfristige Unterbrechungen des Schlafs können sogar den Stoffwechsel, das Immunsystem und das Herz belasten. Natürlich spielt es auch eine Rolle, was genau man trinkt. „So sollte man 3-4 Stunden vor dem Schlafengehen keinen Kaffee mehr trinken und sich eine sogenannte „wind-down-routine“ angewöhnen, also insgesamt herunterfahren und den Körper mehr in einen Schlafmodus versetzen“, erklärte beispielsweise der Experte Dr. Patrick Vavken.

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Das letzte Glas Wasser sollte man 60 bis 90 Minuten vor dem Zubettgehen trinken, damit man nicht schon nach kürzester Zeit wieder senkrecht im Bett steht. Allerdings sollte man bei all dem die individuellen Bedürfnisse nicht vergessen. Es kommt außerdem vor, dass man trotz der Flüssigkeitszufuhr keine Probleme mit nächtlichem Aufwachen hat. Auch während des Schlafs benötigt der Körper Wasser, um lebenswichtige Funktionen aufrechterhalten zu können.

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In diesen Fällen muss die Flüssigkeitsaufnahme angepasst werden

Menschen, die an Krankheiten wie einer Herzinsuffizienz oder einer Niereninsuffizienz leiden, sollten vor dem Schlafengehen allerdings möglichst auf das Trinken verzichten. Auch bei Senioren ist Vorsicht geboten, denn durch vermehrte Toilettengänge in der Nacht erhöht sich das Sturzrisiko. Es gibt also Ausnahmen, in denen die Wasseraufnahme genauer angepasst werden muss. Wer jedoch einfach nur seine Schlafqualität verbessern möchte, sollte sich an den empfohlenen 60 bis 90 Minuten orientieren. Allgemein empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag über Getränke zu sich zu nehmen.