Schlaganfall mit 34: Reality-Star warnt vor Symptomen

Der aus dem Netflix-Format „Love is Blind“ bekannte Gunnar Freimuth erlitt mit 34 Jahren einen Schlaganfall. Nun warnt er vor den Symptomen – und davor, diese herunterzuspielen.
Schlaganfall mit 34: Reality-Star warnt vor Symptomen
Netflix

Im Alter von nur 34 Jahren erlitt Gunnar Freimuth einen Schlaganfall. Die plötzliche Durchblutungsstörung des Gehirns kann theoretisch in jedem Alter auftreten, das Risiko steigt allerdings vor allem ab 65. In Deutschland erleiden aber auch jedes Jahr rund 35.000 Menschen unter 55 einen Schlaganfall. Es besteht also auch für Jüngere ein gewisses Risiko, dessen sich viele nicht bewusst sind.

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Zu den Betroffenen gehört nun auch Gunnar. Der 34-Jährige teilte seine Erfahrungen öffentlich und beschrieb dabei auch den genauen Ablauf seines Schlaganfalls in einer Fragerunde bei Instagram.

Teilnehmer von Netflix-Show berichtet von seiner Krankenhauserfahrung

Gunnar erklärt, dass er zunächst starken Schwindel verspürt habe, der so heftig war, dass er sich in der Küche auf den Boden legen musste. Erst nach etwa zwei Stunden habe sich sein Zustand verbessert. Beim Arbeiten am Rechner habe er anschließend festgestellt, dass die Motorik seiner rechten Hand eingeschränkt war. Er nahm die Warnsignale aber erst ernst, als er dann mit einer Freundin telefonierte und bemerkte, dass er sich nicht mehr richtig artikulieren konnte.

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Danach aß er sogar noch eine Kleinigkeit und packte in Ruhe einige Sachen, bevor er sich mit einem Taxi auf den Weg ins Krankenhaus machte. Zwischen dem Auftreten der ersten Symptome und der Untersuchung im Krankenhaus lagen also mehrere Stunden.

Dort erhielt er eine entsprechende Diagnose und den Hinweis, dass alles auch ganz anders hätte ausgehen können. „Ich hätte direkt den Notruf wählen müssen. Ich hatte einfach Glück, dass es nicht schlimmer ausging“, erklärt der 34-Jährige. Und er hat einen klaren Appell: „Wenn ihr ähnliche Symptome habt, reagiert bitte sofort und lasst euch nicht so viel Zeit."

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Gunnar Freimuth und seine Frau Josefina haben sich in der zweiten Staffel der Netflix-Show „Love is Blind: Germany“ kennen und lieben gelernt. Die beiden gaben sich damals im Finale der Show das Ja-Wort und betonten auch bei der Reunion, dass sie nach wie vor sehr glücklich miteinander seien.

Was genau ist ein Schlaganfall?

Von einem Schlaganfall spricht man, wenn ein Teil des Gehirns plötzlich nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt wird. Dadurch können Nervenzellen innerhalb kürzester Zeit geschädigt werden oder sogar absterben, was für Betroffene gravierende Folgen haben kann. Wie genau diese aussehen, hängt allerdings zum einen damit zusammen, welcher Teil des Gehirns betroffen ist und wie groß die entstandenen Schäden sind.

Die Ursachen für einen Schlaganfall können sehr verschieden sein. Es gibt aber eine wichtige Gemeinsamkeit: Jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Je früher der Anfall festgestellt und behandelt wird, desto größer ist die Chance, dass bleibende Schäden verringert werden. Das bedeutet, dass im Zweifel tatsächlich jede Minute zählt.

Schlaganfall Symbolbild: 3D-Modell eines Gehirns, bei dem ein Teil rot hervorgehoben ist
iStock / peterschreiber.media

Auf diese Schlaganfall-Symptome sollte man achten

Die Symptome für einen Schlaganfall treten in der Regel sehr plötzlich auf und können schon nach einigen Minuten oder auch erst nach einer längeren Zeit abklingen. Bei einer kurzen Dauer spricht man auch von einem „kleinen Schlaganfall“ beziehungsweise einer Transitorisch Ischämische Attacke (TIA). Grundsätzlich sollte man auf folgende Symptome achten:

  • Schwindel
  • beeinträchtigtes Sehvermögen
  • Sprach- und Sprachverständnisstörungen
  • Taubheitsgefühl oder auch ein gestörtes Berührungsempfinden
  • Lähmungserscheinungen
  • unsicherer Gang
  • starke Kopfschmerzen

Schlaganfall bei jüngeren Personen

Vor allem jüngere Personen trifft ein Schlaganfall oft härter. Das liegt vor allem daran, dass sie selten die typischen Gefäßrisikofaktoren aufweisen. Dazu gehören unter anderem hoher Blutdruck, Diabetes oder auch Übergewicht. Deshalb ist diese Personengruppe im Vergleich häufiger von einem sogenannten „kryptogenen“ Schlaganfall betroffen, dessen Ursache unklar ist.

Das war auch bei Gunnar Freimuth der Fall, was dem 34-Jährigen zufolge aber auch Vorteile habe. „Wenn es keinen Grund gibt, dann passiert es unwahrscheinlicher wieder“, erklärt er. Gunnar ist ansonsten gesund und fit; wenige Tage vor dem Anfall war er sogar noch einen Marathon gelaufen.

Zum jetzigen Zeitpunkt berichtet er von einigen Folgen; so funktioniert die Feinmotorik seiner rechten Hand noch nicht richtig. Gleiches gilt für seine Lippe. Nach einem mehrtägigen Krankenhausaufenthalt ist er aber inzwischen wieder zu Hause und nimmt Blutverdünner ein. Das soll die Bildung neuer Blutgerinnsel verhindern und so das Risiko eines erneuten Anfalls minimieren.