„Süßes oder Saures!“ Dass Kinder an Halloween mit diesem Spruch um die Häuser ziehen und Süßigkeiten einsammeln, hat inzwischen Tradition. Allerdings wurde das in diesem Jahr offenbar zum Anlass genommen, um Süßigkeiten mit Nadeln und Magneten zu präparieren. Davor warnt die Polizei in mehreren Bundesländern und mahnt zu besonderer Vorsicht.
Denn beides kann im Mundraum und später auch im Körper enorme Schäden anrichten, wenn sie tatsächlich verzehrt werden würden. Es ist nicht das erste Mal, dass solche Warnungen ergehen. In der Vergangenheit wurden unter anderem bereits Rasierklingen in Süßigkeiten entdeckt. Doch was steckt dahinter?
Warum präparierte Halloween-Süßigkeiten so gefährlich sind
Die Gefahr bei Nadeln besteht in erster Linie durch eine Perforation beim Kauen und Herunterschlucken der Süßigkeiten. Magnete wiederum können vor allem dann schwere Verletzungen verursachen, wenn sie tatsächlich verschluckt werden und mindestens zwei im Magen-Darm-Trakt landen, die sich dann anziehen oder abstoßen.
Wie die Polizei bekannt gab, entdeckte unter anderem ein Neunjähriger in Rheinland-Pfalz an einem Kaubonbon zwei Magnete mit einem Durchmesser von etwa zwei Millimetern. Später kam allerdings heraus, dass die Magnete dort durch ein Versehen gelandet sind. Anders sieht die Lage hingegen offenbar bei Funden in Bayern aus.

Polizei ermittelt wegen verdächtiger Funde in zahlreichen Bundesländern
In dem südlichen Bundesland wurde vor spitzen Metallteilen in Kaubonbons und Schokolade gewarnt. Auch im Bundesland Thüringen sollen unter anderem kleine Schrauben in Süßigkeiten aufgetaucht sein, insgesamt ist inzwischen von sieben Bundesländern die Rede. Und auch in Österreich berichten Medien übereinstimmend von entsprechenden Funden. Eltern informierten daraufhin die Polizei, die nun eine allgemeine Warnung herausgegeben hat.
Konkret heißt es dort: „Dringende Bitte an alle Eltern: Kontrolliert die Süßigkeiten eurer Kinder sorgfältig vor dem Verzehr!“ Die Behörden ermitteln nun wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung. Sollte sich der Ermittlungsverdacht bestätigen, würde das bedeuten, dass Personen die Halloween-Süßigkeiten absichtlich präpariert haben, um Schaden anzurichten.
#Metallnadeln in Halloween-Süßigkeiten in #Wintzingerode (#Eichsfeld) entdeckt. Wir ermitteln wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung.Dringende Bitte an alle Eltern: Kontrolliert die #Süßigkeiten eurer Kinder sorgfältig vor dem Verzehr! 🔗 https://t.co/HUVMBsA2zS#PolizeiThüringen #Halloween #Warnung
— Polizei Thüringen (@Polizei_Thuer) November 1, 2026
Worauf sollte man nun bei Halloween-Süßigkeiten achten?
Bislang ließ sich nicht nachvollziehen, von welchen Haustüren die offenbar präparierten Süßigkeiten stammen. Manipuliert wurde nach jetzigem Erkenntnisstand sehr verschiedenes Naschzeug. Neben Kaubonbons und Schokolade ist unter anderem auch von Milch-Haselnuss-Schnitten, Waffelschnitten, Schokoriegeln und Weingummis die Rede.
Man sollte gesammelte Halloween-Süßigkeiten also unbedingt vor dem Verzehr sorgfältig kontrollieren. Wer dabei verdächtige Dinge findet, sollte diese samt Süßigkeit und Verpackung aufbewahren und sich beim örtlich zuständigen Polizeirevier melden. Es wird geraten, die Fremdkörper nicht selbst aus den Süßigkeiten zu entfernen.

