Die Sitcom „Friends“ gilt als eine der erfolgreichsten aller Zeiten. Die Einschaltquoten waren enorm und die Serie genießt heute zum einen Kultstatus und machte zudem die Darstellerinnen und Darsteller zu Stars. Und während es in der On-Screen-Beziehung von Rachel (Jennifer Aniston) und Ross (David Schwimmer) immer auf und ab ging, wurden Monica (Courteney Cox) und Chandler (Matthew Perry) für viele zum Inbegriff einer gesunden und stabilen Beziehung.
Im Finale der 7. Staffel, die den Titel „Hochzeit mit Hindernissen“ trägt, heiraten die beiden dann schließlich. Im Englischen trägt diese legendäre „Friends“-Doppelfolge den Namen „The One with Monica and Chandler's Wedding“. Doch während seine Serienfigur Chandler Bing einen besonders glücklichen Tag erlebt, war das bei Darsteller Matthew Perry nicht der Fall.
Dramatische Dreharbeiten für Matthew Perry
Inzwischen ist längst bekannt, dass Perry über Jahrzehnte schwer suchtkrank war. Mit diesem Thema ging der 2023 verstorbene Schauspieler unter anderem in seinen 2022 erschienenen Memoiren „Friends, Lovers and the Big Terrible Thing“ offen um. Darin erinnert er sich auch an die Dreharbeiten zur 7. Staffel, während derer er sich teilweise aktiv in einem Entzug befand.
Medien berichten übereinstimmend, dass Matthew Perry darin auch den Drehtag der Hochzeitsszene beschreibt, während der seine Hände gezittert hätten. In den Pausen habe er sich zudem zweimal übergeben müssen. Direkt im Anschluss an die Szene soll er wieder in die Entzugsklinik gebracht worden sein, während das Team wohl dachte, dass er sich „die Grippe“ zugezogen habe.

Schauspieler hatte nie eine eigene Familie
In Gesprächen gab Matthew Perry später immer wieder an, sich die Serie, die so bekannt gemacht hatte, nicht mehr gerne anzuschauen, weil sie ihn an seine Suchtkrankheit erinnerte und er anhand seines Aussehens immer genau sagen könne, welche Mittel er gerade konsumiert habe. Zumindest in einem Interview gab Perry aber auch an, sich zumindest die Hochzeitsszene gerne anzuschauen und das auch immer und immer wieder zu tun. „Ich war gut“, sagt er schmunzelnd. „Ich sah gut aus, nüchtern. Das habe ich gut gemacht.“
Wie nun Matthew Perrys Schwester, Mia Perry Bowick, im Gespräch mit dem „People“-Magazin verraten hat, gehört die Szene für die Familie des Verstorbenen allerdings zu den schmerzhaftesten. Nicht nur, weil sie um seinen Kampf gegen die Sucht wussten. „Wir alle wussten, wie schwerwiegend seine Erkrankung war, deshalb herrschte immer dieses Gefühl: ‚Wer weiß, was passieren wird?'“, erzählt sie von der schwierigen Situation im Interview.
Dazu kommt aber eine weitere traurige Dimension. „Als wir die Hochzeit sahen, wussten wir alle, dass er sich das im Leben wünschte. Er wollte eine Partnerin, er wollte Kinder“, berichtet Perry Bowick. In der Realität ist es dazu allerdings nie gekommen. Der Schauspieler führte zwar mehrere Beziehungen und war für kurze Zeit mit der Literaturagentin Molly Hurwitz verlobt. Verheiratet war Matthew Perry aber nie und er hatte auch keine Kinder, bevor er 2023 im Alter von 54 Jahren verstarb.

