Der britische Schauspieler Sir Patrick Stewart war in Dutzenden Rollen in Filmen, Serien und auf der Theaterbühne zu sehen. Die meisten kennen ihn allerdings als Captain Jean-Luc Picard in „Star Trek“ und Professor Charles Xavier von den „X-Men“. Nun ist Stewart im Alter von 86 Jahren verstorben, wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf seine Sprecherin Kelly Bush Novak berichtet.
Dem offiziellen Statement zufolge starb Patrick Stewart am 28. Oktober in seinem Haus in Los Angeles. „Er war von der liebevollen Umarmung seiner Familie und Freunde umgeben, begleitet von Live-Musik, Gebeten, Tränen, Lachen und jener tiefen Emotionalität, die nur er nach einem Leben voller Hingabe an uns alle hervorrufen konnte“, heißt es in der Todesnachricht auf Instagram.
Familie ruft zu Spenden für Alzheimerforschung auf
In seinen letzten Lebensjahren erkrankte der Schauspieler an Alzheimer und Lewy-Körper-Demenz. Beide neurodegenerativen Erkrankungen wirken sich auf die geistigen und motorischen Fähigkeiten eines Menschen aus. Im Gedenken an Patrick Stewart wird nun auf seinen offiziellen Accounts darum gebeten, für die Alzheimer-Forschung und die Unterstützung pflegender Angehöriger Geld zu spenden.
Konkret heißt es: „Anstelle von Blumen können Spenden im Gedenken an den Verstorbenen an den 'Johns Hopkins Alzheimer’s Disease Research Center Fund' sowie an die 'Alzheimer’s Foundation of America Caregiver Resources' gerichtet werden.“

„Star Trek“-Kollege William Shatner nimmt Abschied
Zahlreiche ehemalige Wegbegleiterinnen und -begleiter haben sich inzwischen öffentlich zum Tod von Sir Patrick Stewart geäußert. Darunter befinden sich unter anderem Ryan Reynolds, Hugh Jackman, Ian McKellen und William Shatner. Der 95-Jährige war an Stewarts Seite als Captain James T. Kirk in „Star Trek“ zu sehen.
In einem emotionalen Statement nahm er Abschied von seinem Kollegen, den er als Freund und großartigen Schauspieler bezeichnet. „Ob auf der Theaterbühne oder auf der Brücke der Enterprise – in alles, was er tat, brachte er Intelligenz, Anmut und ein tiefes Gespür für Menschlichkeit ein“, schreibt Shatner. Stewarts Rolle des Captain Picard stehe für „das Beste in uns – und das galt ebenso für den Mann, der ihn verkörperte.“
What a heartbreaking week it has been. Sir Patrick Stewart was a friend, a colleague, and a magnificent actor. From the stage to the bridge of the Enterprise, he brought intelligence, grace, and a deep sense of humanity to everything he did. Captain Picard stood for the best of us, and so did the man who played him. I was filled with affection and admiration for him and his work.My heart goes out to Sunny and his family. He will be deeply missed.
— William Shatner (@WilliamShatner) October 29, 2026
Shatner spielte damals ab 1966 in der originalen „Star Trek“-Serie den Captain der Enterprise. Etwa 20 Jahre später übernahm dann Patrick Stewart als Jean-Luc Picard das Kommando über das Raumschiff. In „Star Trek: Treffen der Generationen“ (1994) treffen die beiden dann schließlich aufeinander, um den finsteren Plan des El-Aurianer-Wissenschaftlers Dr. Tolian Soran zu vereiteln.

Ian McKellen und Patrick Stewart: Eine jahrzehntelange Freundschaft
Legendär ist auch die Beziehung zwischen dem von Stewart verkörperten Professor X und dem von Ian McKellen dargestellten Magneto. Und auch im wahren Leben waren die beiden Schauspieler enge Freunde. Der 87-jährige McKellen hat sich auch bereits zum Tod seines langjährigen Weggefährten geäußert; die beiden verband eine mehr als 50 Jahre währende Freundschaft, denn sie lernten sich weit vor ihrer Arbeit an „X-Men“ kennen.
Daran erinnert McKellen in seinem Statement: „Wir begegneten uns erstmals vor einem halben Jahrhundert als ehrgeizige junge Schauspieler bei der Royal Shakespeare Company.“ Der Schauspieler beschreibt Sir Patrick Stewart vor allem anderen als Menschen, der schonungslose Offenheit schätzte. „Er trug sein Herz auf der Zunge. Das machte ihn zu einem Menschen, auf den man sich verlassen konnte, den man bewunderte und den ich, in meinem Fall, liebte.“
„Der Captain hat die Brücke verlassen“: Fans trauern im Netz
Darüber hinaus trauern auch zahlreiche Fans um den verstorbenen Schauspieler. Viele sprechen der Familie ihr Beileid aus und äußern ihre Anteilnahme. „Der Captain hat die Brücke verlassen“, kann man vielfach in Anspielung an Patrick Stewarts Rolle in „Star Trek“ lesen.
In seinen letzten Jahren war es aus gesundheitlichen Gründen etwas ruhiger um den Schauspieler geworden, der vor allem noch in Form seiner Stimme auf der Leinwand präsent war. So sprach er unter anderem in der Serie „Bait“ und dem Film „Glennkill: Ein Schafskrimi“ kleinere Rollen. Ein letztes Mal wird er dann in „Avengers: Doomsday“ zu sehen sein.

