Es ist nicht Sean Bean! Dieser Schauspieler ist am häufigsten auf der Leinwand gestorben

Der Tod vor laufender Kamera ist eine Kunst für sich. Doch wer stirbt eigentlich am häufigsten?
Es ist nicht Sean Bean! Dieser Schauspieler ist am häufigsten auf der Leinwand gestorben
IMAGO / Future Image

Sean Bean ist dafür bekannt, dass seine Rollen besonders häufig vor der Kamera sterben. Während manche Schauspielerinnen und Schauspieler lange auf die Möglichkeit warten, eindrucksvoll im einem Film zu sterben, war das bei dem Briten schon Dutzende Male der Fall. In der Tat kommt Sean Bean auf ungefähr 25 Filmtode. Das reicht allerdings noch nicht einmal für die Top 10!

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Dass man bei Filmtoden oft schnell an Bean denkt, hat wohl vor allem damit zu tun, dass er sehr prominente Rollen gespielt hat, die bei laufender Kamera zu Tode gekommen sind. Zu den bekanntesten gehören Boromir in „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ und Ned Stark in der Serie „Game of Thrones“. Tatsächlich ist es aber ein weiterer Schauspieler aus „Der Herr der Ringe“, auf dessen Konto die meisten Filmtode gehen: Christopher Lee.

Diese Schauspieler sind am häufigsten vor der Kamera gestorben

Der im Jahr 2015 verstorbene Sir Christopher Lee spielte Zeit seines Lebens viele Rollen auf der großen Leinwand. Insgesamt wirkte er bei mehr als 280 Produktionen mit, wobei er auf ungefähr 70 Filmtode kommen soll. Das liegt wohl auch daran, dass er häufig Bösewichte gespielt hat und das auch noch in einer Zeit, in der diese in Filmen oft am Ende getötet wurden. Aber auch andere Schauspieler sind im Namen ihrer Figuren bereits vielfach gestorben.

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  • Platz 10: Mark Hamill (ca. 30)
  • Platz 9: Bela Lugosi (35)
  • Platz 8: Eric Roberts (38)
  • Platz 7: Lance Henriksen (41)
  • Platz 6: Boris Karloff (42)
  • Platz 5: John Hurt (43)
  • Platz 4: Vincent Price (48)
  • Platz 3: Dennis Hopper (49)
  • Platz 2: Danny Trejo (ca. 60)
  • Platz 1: Christopher Lee (ca. 70)

Und Sean Bean? Der britische Schauspieler landet ungefähr auf Platz 15 der Liste.

Hinweis: Diese Daten sind im Detail teilweise schwer nachzuvollziehen. Gerade bei Darstellern mit sehr vielen B-Movie- und Kurzauftritten variieren die Zahlen je nach Datenbank, da unklare Off-Screen-Tode oder Stunt-Szenen teils unterschiedlich gewertet werden.

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Schauspieler Christopher Lee hat die meisten Filmtode
picture alliance

Auch Schauspielerinnen sterben vielfach den Filmtod

Statistisch gesehen entfallen in der Filmgeschichte nur etwa 20 bis 25 Prozent aller On-Screen-Tode auf weibliche Rollen. Deshalb kommen in der generellen Liste der Top 10 keine Frauen vor. Es gibt aber durchaus Darstellerinnen, die ebenfalls eine Vielzahl von Filmtoden vorweisen können. Das sind die Top 5:

  • Platz 5: Jennifer Jason Leigh (14)
  • Platz 4: Charlotte Rampling (15)
  • Platz 2: Julianne Moore (18)
  • Platz 2: Glenn Close (18)
  • Platz 1: Shelley Winters (21)

Warum Filmtoden so eine große Bedeutung zukommt

Dass um Filmtode und die Schauspielerinnen und Schauspieler, die in Filmen besonders oft sterben, ein regelrechter Kult entstanden ist, ist kein Zufall. Filmtode tragen eine enorme narrative, psychologische und auch eine kulturelle Bedeutung im Kino. Häufig ist der Tod einer Figur zudem ein zentraler Bestandteil der Handlung.

Das ist auch einer der Gründe, warum bedeutungsvolle On-Screen-Tode bei Darstellerinnen und Darstellern beliebt sind. Zudem gelten sie als schauspielerisches Aushängeschild, denn eine emotionale oder schockierende Sterbeszene verlangt oft ein hohes Maß an Können und Ausdruck.

Häufig sind es genau solche Szenen, die dann beispielsweise in einer Oscar-Zusammenfassungen gezeigt werden und auch darüber hinaus im Gedächtnis bleiben. Um den Bogen zurück zu Sean Bean zu schlagen: Auch heute noch erinnern sich alle an die beeindruckende Szene, in der er als Boromir noch mit drei Pfeilen im Körper weiterkämpft und schließlich heldenhaft stirbt, um seine Freunde zu beschützen.