Ob für Büroaufgaben, das Erstellen lustiger Videos und Bilder oder zur Informationssuche, Künstliche Intelligenz (kurz KI) hat in jüngster Vergangenheit viele Prozesse übernommen. Während nur wenige die Chancen, die sich dadurch ergeben, in Abrede stellt, warnen allerdings auch renommierte Expertinnen und Experten vor der Technologie. Diese habe unter anderem das Potenzial, massive soziale Verwerfungen zu verursachen und viele Menschen ihren Job zu kosten.
Dabei bringt KI aber auch eine ganze Reihe von Problemen mit sich. So gibt es etwa Studien, die nachweisen, dass die Technologie Menschen nicht nur dümmer macht. Man kann sich auch nicht zu 100 Prozent auf die Ergebnisse von Künstlicher Intelligenz verlassen. Und es gibt noch ein Problem, das Elon Musk zufolge sogar zum Ende von KI führen könnte: der Strom- und auch der Wasserverbrauch. Die Technologie ist bekanntermaßen enorm energiehungrig und die nötigen Rechenzentren machten etwa in Deutschland Zahlen der Bundesregierung zufolge bereits Anfang 2025 ganze vier Prozent des generellen Stromverbrauchs aus, Tendenz steigend. Elon Musk schlägt für dieses Problem und das von ihm prognostizierte Ende von KI eine Lösung vor.

Elon Musk möchte KI-Problem in den Weltraum verlagern
Dazu äußerte sich der reichste Mensch der Welt vor Kurzem unter anderem im Dwarkesh Podcast. Musk zufolge müsse man das Energieproblem lösen, ansonsten könnte sich die Technologie quasi selbst abschaffen. Dem Milliardär zufolge gibt es dafür nur einen geeigneten Raum: das Weltall. Was er damit konkret meint, sind offenbar durch Solarenergie gespeiste Rechenzentren im Weltraum. Das sei nicht nur bei der Energiegewinnung effektiver, sondern würde auch das Problem der enormen Wärmeabgabe von der Erde ins All verlagern.
Was zunächst merkwürdig klingt, ist Experten wie Hermann Ludwig Moeller, dem Direktor des European Space Policy Institute in Wien, zufolge gar nicht so unwahrscheinlich. Und diese Lösung könnte auch einige Vorteile bieten, da man beispielsweise völlig neue Möglichkeiten bei der Infrastruktur hätte. Zudem gäbe es potenziell unbegrenzt Sonnenenergie, indem man die Satelliten bei ihrer Umkreisung der Erde etwa immer nach der Sonne richten würde. Die Herausforderung wäre, die so aufgenommene Energie auch wieder abzustrahlen.
Auf dem Weg dorthin gäbe es zudem neben den nicht absehbaren Auswirkungen zahlreiche weitere Herausforderungen. So müsse man die nötige Infrastruktur auch erst einmal für sehr viel Geld schaffen, erklärt Moeller im Gespräch mit dem ZDF. Möglich sei das aber, so der Experte. Allerdings hält er den von Elon Musk ausgegebenen Zeitplan von 30 bis 36 Monaten für unrealistisch, „das wird einige Zeit brauchen“.
