Urlaub ist für die meisten eine teure Angelegenheit, wobei es natürlich große Unterschiede gibt. Manche Trips kann man schon für wenig Geld antreten, ein längerer All-inclusive-Urlaub in einem Land mit hohen Lebenshaltungskosten kann hingegen deutlich teurer werden. Und dann gibt es noch Urlaube, die sich kein normalverdienender Mensch leisten kann, denn auch Superreiche verreisen gerne.
Tatsächlich gibt es auch dafür Reiseveranstalter, die besonders wohlhabenden Personen die Planung extravaganter Urlaubsreisen abnehmen. In der britischen „Sun“ hat sich einer dieser sogenannten Luxusreise-Concierges geäußert und einige Details darüber verraten, wie manche Superreiche abseits der Arbeit ausspannen.
60.000 Euro für eine Party, 250.000 Euro für eine Yacht
Zu seinen Kundinnen und Kunden gehören vergleichsweise normale Leute, die enorme Summen für ihren Urlaub ausgeben möchten, aber auch zahlreiche prominente Persönlichkeiten, verrät der Reiseplaner Matthieu Schon. Der 29-Jährige kommt ursprünglich aus Luxemburg, zog allerdings im Jahr 2018 nach Dubai und gründete dort seine Firma für Luxusreisen, die inzwischen fünf weitere Personen beschäftigt. So verrät er, dass er kürzlich eine viertägige Reise nach Mykonos für einen bekannten NBA-Spieler organisiert habe.
In seiner beruflichen Laufbahn habe er schon vieles erlebt. Viele seiner Kundinnen und Kunden hätten ausgefallene Wünsche, bei denen Geld schlicht keine Rolle spielen würde. Matthieu berichtet von einem Kunden aus der Pharmabranche, der umgerechnet knapp 250.000 Euro allein für die Anmietung einer Yacht ausgegeben habe, um dort eine Party zu feiern, die dann noch einmal fast 60.000 Euro gekostet habe.
„Das ist die verrückte Realität der Luxuswelt heutzutage“, so Matthieu. Und weiter: „500.000 Pfund sind, so verrückt das auch klingen mag, heutzutage schon eine ganz normale VIP-Reise.“ 500.000 Pfund entsprechen gut 580.000 Euro. Am Ende habe besagter Kunde sogar 857.000 Pfund in einer Woche ausgegeben – das sind umgerechnet fast 1 Million Euro (nach jetzigem Wechselkurs genau 996.348,20).

Wer laut Luxus-Reiseplaner das meiste Geld im Urlaub ausgibt
Dabei verrät der Reiseplaner, dass es selten die großen Promis seien, die diese Summen für Luxusurlaub ausgeben und von denen man das vielleicht erwarten würde. Stattdessen seien es seiner Erfahrung nach meist die eher unscheinbaren, die man nicht kenne und an denen man „einfach auf der Straße vorbeigeht“.
In seinem Job komme er mit dieser Luxuswelt in Berührung, allerdings sei das auch mit erheblichem Stress verbunden. Die Erwartungen der Kundinnen und Kunden sind hoch und als Luxusreise-Concierge steht Matthieu der zahlenden Kundschaft rund um die Uhr zur Verfügung. So wird er regelmäßig auch nachts kontaktiert, wie er berichtet, und müsse dann sofort funktionieren.
Urlaub von Superreichen unterscheidet sich in einer wesentlichen Sache
Einige der Wünsche, die die Kundinnen und Kunden äußern, seien zudem recht skurril. Eine Person habe beispielsweise mit ihrem Privatjet fliegen wollen und habe dann plötzlich beschlossen, ein riesiges Croissant mit an Bord nehmen zu wollen. Matthieus Job ist es, das nicht nur möglich zu machen, sondern seine Kundschaft dann auch noch schnell zum Flughafen und durch die Sicherheitskontrollen zu bringen.
Für den Reiseplaner für Luxusurlaube gibt es dabei vor allem eine Sache, die die Reichen und Prominenten von anderen unterscheidet. So sei die grundsätzliche Einstellung zur Zeit – vor allem im Urlaub – eine gänzlich andere. „VIPs versuchen nicht so sehr, über Preise zu verhandeln. Sie versuchen, inneren Frieden zu finden.“

