Führerschein-Änderungen 2023: Alle Autofahrer sind betroffen

Autofahrer müssen schon bald mit zahlreichen Neurungen rechnen.

15.08.2023, 22:17 Uhr
Führerschein-Änderungen 2023: Alle Autofahrer sind betroffen
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Dass der Führerschein im Scheckkartenformat zur Regel wird, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Auch in diesem Jahr mussten bereits zahlreiche Fahrerinnen und Fahrer den „alten Lappen“ gegen die neue Karte eintauschen. Doch diese Änderung ist nicht die Einzige, die nun auf die Bürger hierzulande zukommt.

Tatsächlich möchte die Europäische Union gleich mehrere entscheidende Neuerungen vornehmen. Wie der ADAC bestätigt, wird „die aktuell gültige, 3. Führerscheinrichtlinie grundlegend überarbeitet“. Die EU möchte noch in diesem Jahr eine spezielle Richtlinie zu Papier bringen. Unter anderem geht es um die Erhöhung der zulässigen Gesamtmasse, die man bewegen darf.

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Das sind die Pläne der EU

Der normale Führerschein der Klasse B, der nach dem 1. Januar 1999 gemacht wurde, sieht bisher vor, dass man Kraftfahrzeuge bis zu einer Masse von 3,5 Tonnen bewegen darf. Künftig soll das zulässige Gewicht deutlich erhöht werden.

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Somit können dann beispielsweise Wohnmobile mit einem Gewicht von bis zu 4,25 Tonnen gefahren werden. Zudem soll die Fahrerlaubnis B196 im Ausland anerkannt werden. Bislang darf man mit dieser Erlaubnis lediglich in Deutschland Leichtkrafträder bis 125 ccm fahren.

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Digitale Variante soll kommen

Des Weiteren möchte man auf eine digitale Variante des Führerscheins setzen. Somit könne man auch einfach eine entsprechende App auf dem Smartphone vorweisen, wenn man in eine Verkehrskontrolle gerät. Für Fahrschüler soll es künftig leichter werden, die „theoretische und praktische Führerscheinprüfung in unterschiedlichen Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu absolvieren“.

Allerdings müssen Anfänger erst die Theorie bestehen, bis sie die praktische Fahrausbildung beginnen dürfen. Hat man dann alle Prüfungen absolviert, soll nach einem Jahr ein sogenannter Refresher-Kurs für mehr Sicherheit sorgen. Zudem wird Rasern das Leben deutlich schwerer gemacht.

Fahrverbote sollen beispielsweise einheitlich in ganz Europa gelten. „Die Führerscheindaten aller EU-Bürger“ möchte man schließlich „in einer europaweiten Datenbank“ speichern. Die Neuerungen wurden zwar noch nicht durchgesetzt, sollen aber noch in diesem Jahr kommen.