Entlassungen bei Meta wegen KI: Geleakter Mitschnitt sorgt für Empörung

Meta entlässt Tausende Angestellte, die durch KI ersetzt werden – nachdem sie diese unwissentlich selbst trainiert haben.
Entlassungen bei Meta wegen KI: Geleakter Mitschnitt sorgt für Empörung
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Wie Ende April bekannt wurde, gibt es eine große Entlassungswelle beim Facebook-Konzern Meta. Insgesamt sind etwa 8000 Stellen betroffen, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten. Das entspricht etwa zehn Prozent der weltweiten Belegschaft. Darüber hinaus möchte das Unternehmen etwa 6000 freie Stellen nicht neu besetzen, 7000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden versetzt – und das trotz deutlich gestiegener Umsätze im vergangenen Quartal.

In einem internen Memo drückte Meta-Chef Mark Zuckerberg sein Bedauern aus. „Es ist immer traurig, sich von Menschen zu verabschieden, die zu unserer Mission und zum Aufbau dieses Unternehmens beigetragen haben“, heißt es dort. Die Entlassungen und andere Maßnahmen sind auch darauf zurückzuführen, dass viele Stellen durch Künstliche Intelligenz (KI) ersetzt werden.

Entlassende Meta-Mitarbeiter mussten eigenen KI-Ersatz trainieren

Meta investiert, wie viele andere Tech-Riesen auch, massiv in KI. Bereits im Januar dieses Jahres deutete Zuckerberg in diesem Zusammenhang Umstrukturierungen und Einsparungen im Unternehmen an. „Projekte, für die früher große Teams nötig waren, werden heute von einer einzigen sehr talentierten Person erledigt“, erklärte der Konzern-Chef.

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Nach der Ankündigung der Entlassungen im April hingen zahlreiche Angestellte des Unternehmens wochenlang in der Luft und warteten auf eine endgültige Entscheidung. Wie jetzt bekannt wurde, wurden sie währenddessen allerdings unwissentlich für ein bestimmtes Projekt eingesetzt: Sie haben die Technologie trainiert, die nun ihre Jobs übernimmt.

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Geleakter Mitschnitt enthüllt gezielte Überwachung

Wie unter anderem „Futurism“ schreibt, gehen diese Informationen auf eine geleakte Audio-Datei zurück. Aus dem Mitschnitt, in dem Mark Zuckerberg zu hören ist, geht hervor, dass der Meta-Konzern dabei sehr gezielt vorging. In der Übergangszeit nutzte das Unternehmen offenbar die täglichen Arbeitsabläufe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – speziell der Entwicklerinnen und Entwickler –, um seine KI zu trainieren.

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Dabei ist wohl ein internes Überwachungssystem zum Einsatz gekommen, das die Arbeit der Angestellten, die weiterhin Programmcodes für verschiedene Projekte entwickelten, aufzeichnete. Im Mitschnitt spricht Zuckerberg Berichten zufolge über diesen Prozess. Dabei lobt der Meta-Chef die Fähigkeiten der entlassenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine bessere Datenquelle für die KI seien als externe Dienstleister.

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Kritik an Meta wegen Entlassungsstrategie

Die Audio-Datei zeigt also, dass Meta den Prozess bewusst gesteuert und die Fähigkeiten der Entlassenen genutzt hat, um die Technologie zu verbessern, die sie ersetzen wird. Darüber wurden die Angestellten offenbar weder informiert noch gab es eine zusätzliche Vergütung. Der gesamte Prozess hat im Netz für einige Empörung gesorgt.

Viele werfen dem Unternehmen vor, die Situation auszunutzen und das Wohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum Teil maßgeblich am Erfolg des Konzerns beteiligt waren, nicht zu berücksichtigen. Dass Zuckerberg das Vorgehen ausgerechnet mit der Qualität seiner entlassenen Angestellten rechtfertigt, stößt vielen sauer auf.

Meta setzt in seiner Strategie für die Zukunft stark auf Künstliche Intelligenz. Künftig sollen etwa 145 Milliarden Dollar investiert werden, um die Technologie im Unternehmen auszubauen.