Zahlen zeigen schon jetzt, welche Länder am meisten Arbeitsplätze durch KI verlieren

Durch KI werden in diversen Branchen auch Arbeitsplätze verloren gehen. Untersuchungen zeigen, dass es dabei einige vor allem wohlhabende Länder besonders hart treffen könnte.
Zahlen zeigen schon jetzt, welche Länder am meisten Arbeitsplätze durch KI verlieren
iStock / Devrimb

Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet auf dem Arbeitsmarkt zahlreiche neue Möglichkeiten. Dazu gehört die Optimierung bereits bestehender Prozesse, die Technologie kann aber einige Aufgaben auch komplett übernehmen. Das trifft einige Berufsfelder härter als andere. So hat etwa eine Studie von Microsoft, dass vor allem Computer- und Verwaltungsaufgaben betroffen sein können, aber auch Webdesign, Kundenservice und alles, was grob unter „Wissensarbeit“ fällt.

Als sicherer gelten hingegen viele Berufe, die momentan weniger gesellschaftliches Ansehen genießen oder zumindest weniger gut bezahlt sind. Dazu zählen etwa Reinigungsarbeiten, viele handwerkliche Berufe oder auch die Pflege. Schaut man sich diese Überlegungen an, dann liegt der Gedanke nahe, dass Länder, die besonders viele Jobs in Bereichen mit einer hohen KI-Anwendbarkeit bieten, auch besonders stark von einem entsprechenden Stellenabbau betroffen sein könnten. Und in der Regel sind das eher die wohlhabenden Nationen.

KI am Arbeitsplatz
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KI wird den Arbeitsmarkt nachhaltig transformieren, allerdings könnte der Preis hoch sein

Dieser Gedanke wird von aktuellen Zahlen unterstützt. So berichtet „Bloomberg“ darüber, dass etwa in Großbritannien jetzt schon ein Arbeitsplatzverlust von 23 Prozent durch KI zu verzeichnen sei, während nur 15 Prozent neue Arbeitsplätze durch die Technologie geschaffen wurden. Damit ist das Land im Übrigen Spitzenreiter in diesem Bereich. Ein ähnliches Bild könnte sich bei den anderen großen Volkswirtschaften dieser Welt zeigen. So könnten von den Top 5 – USA, Großbritannien, Australien, Deutschland und Japan – nur die USA tatsächlich von der technologischen Revolution profitieren, was die reinen Arbeitsplätze angeht.

Dabei ist zwar auf der einen Seite in vielen Unternehmen ein Produktivitätsanstieg durch KI zu beobachten. Allerdings werden eben auch Stellen abgebaut, wobei es eine Gruppe überproportional hart treffen soll: Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger. So ergab etwa eine Umfrage der Investmentbank Morgan Stanley, dass mit Blick auf britische Finanzunternehmen vor allem in diesem Sektor eingespart und man sich mehr auf Stellen mit mindestens zwei oder fünf Jahren Berufserfahrung konzentrieren würde.

Und auch für Deutschland gibt es Prognosen, dass in den kommenden 15 Jahren bis zu 1,6 Millionen Arbeitsplätze von KI zumindest direkt betroffen sein könnten. Ob das Abbau oder Wandel bedeutet, muss sich zeigen.