Wer in die aktuellen Streaming-Charts bei Netflix, HBO Max und Co. schaut, sieht vor allem ein düsteres Bild. Bei den Serien dominieren Shows wie „Man on Fire“, „Euphoria“ und „The Boys“. Bei den Filmen stehen unter anderem „Wuthering Heights“, „Crime 101“ und „Send Help“ – also bewegen sich die Themen zwischen dunkler Leidenschaft und Jagd auf Leben und Tod. Und dann ist da noch „Remarkably Bright Creatures“ (auf Deutsch „Das Glück hat acht Arme“).
Der Netflix-Film schlägt ganz andere Töne an und ist damit in den Charts ebenfalls sehr erfolgreich. In Deutschland belegt er Zahlen von FlixPatrol zufolge Platz 3, weltweit reicht es für Platz 4. Und auch die Bewertungen sind enorm positiv. Zwar gibt es einige Medien, die den Film als „blanken Kitsch“ bezeichnen. 7,9 Sterne bei IMDb und 91 Prozent positive Publikumswertungen bei Rotten Tomatoes sprechen eine deutliche Sprache (Stand: 11. Mai).
Darum geht es in „Remarkably Bright Creatures“ auf Netflix
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Shelby Van Pelt aus dem Jahr 2022. Erzählt wird die Geschichte der einsamen verwitweten Reinigungskraft Tova Sullivan (Sally Field), die unter anderem nachts in einem Aquarium sauber macht. Dort wird sie stets von dem Oktopus Marcellus beobachtet, der teilweise als Erzähler fungiert.
Als der junge Cameron (Lewis Pullman) eingestellt wird, um Tova langfristig zu ersetzen, erkennt Marcellus, dass die beiden viele Gemeinsamkeiten haben, und tut sein Bestes, um ihre aufkeimende Freundschaft zu unterstützen. Allerdings tragen beide Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit mit sich herum.

Die Kritiken zu„Remarkably Bright Creatures“ fallen sehr positiv aus
„Remarkably Bright Creatures“ ist aktuell einer der ungewöhnlichsten Netflix-Filme, doch genau dafür feiern ihn viele Zuschauerinnen und Zuschauer. „Der Film wurde sorgfältig und respektvoll gedreht, um dem Ablauf des Buches zu folgen“, kommentiert etwa ein Fan. „Was für ein bezaubernder und rührender kleiner Film“, heißt es an anderer Stelle. Und eine weitere Person kommentiert: „Der Film lehrt uns eine dringende Lektion, die gerade wichtiger ist als jemals zuvor.“
Viele heben dabei vor allem die grundsätzliche Story und das liebevolle Setting hervor. Auch die beiden Hauptdarsteller des Netflix-Films bekommen viel Lob. „Optisch ist es wunderschön und strahlt eine Wärme aus, die einen nicht mehr loslässt“, fasst eine Person zusammen.
Kritik gibt es hingegen an der Vorhersehbarkeit einiger Handlungselemente und von einigen Fans der Bücher. „Es kam mir so vor, als wären sie mitten ins Buch gesprungen und hätten dann nur die wichtigsten Punkte der Handlung überflogen“, beschwert sich eine Zuschauerin. Einige finden zudem die Rolle des Oktopus fraglich und die ganze Handlung zu „gefühlsduselig“. Alles in allem sind die Kritiken jedoch ausgesprochen positiv und viele empfehlen den Netflix-Film „Remarkably Bright Creatures“ weiter.

