„Sturmhöhe“: Film mit Margot Robbie und Jacob Elordi polarisiert bereits vor Kinostart

Mit „Sturmhöhe“ kommt bald die Verfilmung eines echten Klassikers ins Kino. Doch obwohl bislang nur wenige ausgewählte Personen den Film sehen durften, wird er bereits sehr kontrovers diskutiert.
„Sturmhöhe“: Film mit Margot Robbie und Jacob Elordi polarisiert bereits vor Kinostart
picture alliance

Der englische Roman „Sturmhöhe“ (im englischen Original „Wuthering Heights“) war bereits bei seinemErscheinen im Jahr 1847 von einem handfesten Skandal umwittert. Grund dafür waren die vor allem für damalige Verhältnisse explizite Darstellung von Gewalt und auch von Leidenschaft. Bis heute gibt es unter anderem deshalb viele starke Meinungen zum einzigen Roman von Emily Brontë, den diese unter einem männlichen Pseudonym veröffentlichte. Die Geschichte wird nun Oscarpreisträgerin Emerald Fennel („Saltburn“, „Promising Young Woman“) verfilmt und kommt am 12. Februar 2026 in die Kinos. Allerdings wird die Produktion schon vorher teilweise heftig diskutiert.

In „Sturmhöhe“ geht es um die Geschichte zweier miteinander verwobener Familien, die über zwei Generationen hinweg erzählt wird. Im Zentrum stehen Catherine (Margot Robbie) und Heathcliff (Jacob Elordi), der als Kind von ihrem Vater aufgenommen wird und als Außenseiter aufwächst. Zwischen den beiden entsteht eine leidenschaftliche, zunehmend zerstörerische Liebesbeziehung. Als Catherine schließlich einen anderen Mann heiratet, nimmt Heathcliff Rache, die sich auch auf die nachfolgende Generation auswirkt.

Schon die Handlung an sich, die vorab in einem leidenschaftlichen Trailer gezeigt wurde, sorgt für einigen Diskussionsstoff. Jetzt muss sich „Sturmhöhe“ aber vorab mit entschiedener Kritik auseinandersetzen, die sich vor allem auf die beiden Hauptdarstellenden bezieht.

picture alliance

Casting von „Sturmhöhe“ sorgt teilweise für Diskussionen

So wird unter anderem bemängelt, dass Catherine im Roman eigentlich ein Jahr jünger ist als Heathcliff. Die 35-jährige Robbie wird von einigen als zu alt für die Rolle befunden, zumal ihr Co-Star 28 ist. Regisseurin Fennell betonte allerdings, dass sie eine etwas ältere und reifere Catherine darstellen wolle. Größer ist die Kritik an der Besetzung von Elordi. Der Heathcliff-Darsteller stimmt nämlich nicht mit der Beschreibung im „Sturmhöhe“-Roman überein.

Dort wird seine Herkunft zwar nie explizit benannt. Brontë beschreibt den Charakter aber an mehreren Stellen als dunkelhäutig bezeichnet oder auch „Laskar“ genannt, was eine veraltete Bezeichnung für asiatische Seeleute ist. Dem Film wird deshalb „Whitewashing“ vorgeworfen, also die Besetzung einer nicht-weißen Rolle mit einem weißen Schauspieler. Speziell bei der Rolle von Heathcliff stößt das vielen sauer auf, die in der Vergangenheit bereits von Schauspielern wie Tom Hardy, Ralph Fiennes und Robert Cavanagh gespielt wurde, teilweise aber auch bereits mit PoC-Schauspielern wie James Howson besetzt war.

Margot Robbie und Jacob Elordi im Film „Sturmhöhe“
picture alliance

„Sturmhöhe“ könnte trotz aller Kritik eines der Kino-Highlights 2026 werden

Sowohl Fennell als auch Robbie haben sich in diesem Kontext bereits hinter die Besetzung von Elordi gestellt. So äußerte Robbie zwar Verständnis für den Kritikpunkt an sich. Sie versuchte aber auch die Fans zu beruhigen und lobte die Arbeit ihres Co-Stars: „Wartet ab! Vertraut mir, ihr werdet glücklich sein!“ Elordi selbst gab gegenüber der „Vogue“ zu, sich zum ersten Mal bei einer Rolle gefragt zu haben, ob er eigentlich gut genug dafür sei.

Abseits dieser Debatte lesen sich die ersten Kritiken zum Film, der keine originalgetreue Adaption darstellen soll, durchaus positiv. Vor allem die Wirkungsmacht der Bilder wird dabei vielfach hervorgehoben. Fennell betonte dabei im Vorfeld mehrfach, dass sie zwar zum einen provozieren, Menschen aber auch miteinander verbinden wolle: „Deshalb wollte ich etwas schaffen, zu dem die Menschen gemeinsam gehen, dass eine emotionale Wirkung hat.“