In 57 Ländern auf Platz 1: Eine der härtesten Netflix-Serien des Jahres geht durch die Decke

Auf Netflix feiert gerade eine knallharte Thriller-Serie große Erfolge. Dabei handelt es sich um eine Neuauflage eines bekannten Action-Hits.
In 57 Ländern auf Platz 1: Eine der härtesten Netflix-Serien des Jahres geht durch die Decke
Netflix

Die 2000er-Jahre gelten – zusammen mit den späten 90ern – als goldenes Zeitalter der Action-Filme. In diese Zeit fallen zahlreiche Filme, die damals das Kino prägten und heute als Klassiker gelten, wie etwa „Gladiator“ (2000), „Die Bourne Identität“ (2002), „Kill Bill“ (2003/04), „James Bond 007: Casino Royale“ (2006) oder auch „The Dark Knight“ (2008).

Neben diesen großen Hits gab es zahlreiche weitere, die zwar nicht ganz so bekannt sind, innerhalb des Genres aber einen exzellenten Ruf genießen. Und dazu gehört fraglos auch „Man on Fire“ aus dem Jahr 2004 mit Denzel Washington. Wer aktuell in die Netflix-Charts schaut, kann dort eine Serie mit demselben Titel entdecken. Das ist kein Zufall, denn es handelt sich um ein waschechtes Remake beziehungsweise eine Neuauflage. Und dieses Remake feiert gerade enorme Erfolge auf der Plattform.

Darum geht es in der Action-Serie „Man on Fire“ auf Netflix

Bei der Verfilmung von „Man on Fire“ aus dem Jahr 2004 handelt es sich um ein Urgestein des modernen Rache-Thrillers, das auf der gleichnamigen Buchreihe von A. J. Quinnell basiert. Übrigens gibt es noch eine weitere Verfilmung aus dem Jahr 1987 mit Scott Glenn in der Hauptrolle. Die Serie hält sich ebenfalls in den allermeisten Details an die Vorlage. Im Zentrum der Handlung steht der ehemalige Agent John Creasy (Yahya Abdul-Mateen II).

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Aufgrund zahlreicher brutaler Einsätze leidet Creasy unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, die seinen Alltag weiter belastet. Als ihm sein alter Freund Paul Rayburn (Bobby Cannavale) einen Job in Brasilien anbietet, sieht Creasy das als Chance. Allerdings laufen die Dinge vor Ort völlig aus dem Ruder, als es zu einem Anschlag kommt. Rayburns Tochter Poe (Billie Boullet) überlebt den Anschlag, schwebt nun allerdings als Zeugin in Lebensgefahr, und John Creasy setzt alles daran, sie zu beschützen.

Szene aus der Netflix-Serie „Man on Fire“
Netflix

„Man on Fire“ wird zum Überraschungserfolg auf Netflix

In der jüngsten Vergangenheit kann man ein Revival der großen 2000er-Hits beobachten. Bereits 2024 ist mit „Gladiator 2“ eine Fortsetzung des Epos von Ridley Scott erschienen. „Kill Bill“ ist 2026 in einer zusammengeführten Version neu in die Kinos gekommen, die zudem einen veränderten Schnitt erhalten hat. Und nun bringt Netflix „Man on Fire“ als Serienformat zurück – ein Konzept, das sich für den Streaming-Riesen offenbar gelohnt hat.

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In 57 Ländern steht „Man on Fire“ auf Platz 1 (Stand: 4. Mai), darunter in wichtigen Märkten wie Deutschland, Spanien und Brasilien. Auf IMDb kommt die Netflix-Serie auf eine gute Wertung von 6,8. Dabei fällt zudem auf, dass die Wertungen der einzelnen Folgen recht stabil bleiben, was für ein gleichbleibendes Niveau spricht, das sich auch in den Kritiken widerspiegelt.

„Unterhaltsam“ und „actionreich“: Das sagen die Kritiken zu „Man on Fire“

Dabei kommt die Serie beim Publikum grundsätzlich etwas besser an als bei den professionellen Kritikerinnen und Kritikern. „Für Action- und Thriller-Fans ein Muss“, heißt es von mehreren Stellen, „absolut unterhaltsam“ kann man ebenfalls mehrfach lesen. Zudem loben viele, neben der gut inszenierten Action, die Charaktertiefe des Protagonisten.

Vor allem im Vergleich mit dem Film aus dem Jahr 2004 gibt es allerdings auch negative Kritiken. So kann man mehrfach lesen, dass nichts an die Performance sowie die Chemie zwischen Denzel Washington und Dakota Fanning heranreichen würde. „Sie haben einen ordentlichen Film genommen und ihn – ganz im typischen Netflix-Stil – mit der Handlung vermasselt, einen Haufen mittelmäßiger Schauspieler engagiert und ihn langweilig gemacht“, lautet ein besonders hartes Urteil.

Alles in allem zeigen sich die meisten allerdings überzeugt von dem „Remake“ auf Netflix. Mehrfach kann man etwa lesen: „Ich verstehe die ganzen schlechten Kritiken nicht.“ Und auch die Fachpresse bescheinigt der neuen Adaption gute Momente, wobei vor allem die Performance von Emmy-Preisträger Yahya Abdul-Mateen II positiv hervorgehoben wird.