„Euphoria“ Staffel 3: Versteckter Filmfehler sorgt für Diskussionen

Die dritte Staffel von Euphoria spaltet die Gemüter. Neben inhaltlicher Kritik sorgt auch ein Filmfehler für Aufsehen.
„Euphoria“ Staffel 3: Versteckter Filmfehler sorgt für Diskussionen
HBO

Die 3. Staffel der Erfolgsserie „Euphoria“ ist weltweit gestartet und erhitzt seitdem die Gemüter. Das zeigen auch die Kritiken für die bisher erschienenen drei Episoden. Während Staffel 1 auf Rotten Tomatoes bei 80 Prozent Zustimmung steht und Staffel 2 immer noch 78 Prozent erreicht hat, liegt Staffel 3 aktuell bei nur 42 Prozent (Stand: 28. April).

Eine wiederkehrende Kritik richtet sich an den immer deutlicher zutage tretenden Sexismus in der Darstellung der Rollen. Besonders eine Szene der Schauspielerin Sydney Sweeney stößt vielen Fans von „Euphoria“ dabei sauer auf. Aber auch andere Details wie etwa die Ausgestaltung von Zendayas Rolle Rue empfinden viele nach dem inhaltlichen Zeitsprung von fünf Jahren als nicht passend. Die 2. Folge fällt nun wiederum mit einem Filmfehler auf, der in sozialen Netzwerken heftig diskutiert wird.

Winziges Detail in neuer „Euphoria“-Folge wird heftig diskutiert

Die aktuelle Kritik dreht sich um die Figur der Madeleine „Maddy“ Perez, gespielt von Alexa Demie. In besagter Episode ist eine Rückblende zu sehen, die das Jahr 2020 zeigen soll. Ein Detail ist dabei einer Zuschauerin aufgefallen, die es anschließend auf der Meta-Plattform Threads gepostet hat. Dazu schreibt die Zuschauerin: „Ich habe gerade die zweite Folge gesehen – und wie zum Teufel hat Maddy während der Pandemie im Jahr 2020 ein iPhone 16 in die Finger bekommen???“

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Es geht nicht um die Pandemie als solche und dass es durch die Unterbrechung der Lieferketten damals zu Auslieferungsschwierigkeiten kam. Stattdessen richtet sich die Kritik gegen die Wahl des iPhone-Modells. Das iPhone 16 kam nämlich erst im Jahr 2024 auf den Markt. Es dürfte sich bei besagter „Euphoria“-Szene also um einen klassischen Filmfehler handeln.

Alexa Demie in „Euphoria“ Staffel 3
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Filmfehler sind auch in großen Produktionen keine Seltenheit

Es kommt bei Film- und Serienproduktionen immer wieder vor, dass Gegenstände zu sehen sind, die es zum angegebenen Zeitpunkt der Handlung eigentlich noch nicht gegeben hat. Man spricht in solchen Fällen von einem Anachronismus und „Euphoria“ ist bei Weitem nicht die einzige Produktion, der ein solcher Fehler unterlaufen ist.

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Ein bekanntes Beispiel findet sich etwa im Kultfilm „Zurück in die Zukunft“. In einer legendären Szene spielt Hauptdarsteller Michael J. Fox auf einer Gitarre, die es eigentlich noch nicht geben konnte. Besonders bekannt ist auch der Starbucks-Becher in der Serie „Game of Thrones“, wobei schlicht vergessen wurde, den Becher zu entfernen, der dann auch in der Postproduktion offenbar niemandem aufgefallen ist.

„Euphoria“ Staffel 3 trotz Kritik sehr erfolgreich

Die Reaktionen auf den Filmfehler in „Euphoria“ fallen überwiegend amüsiert aus und es ist eine Debatte über den Zeitpunkt entbrannt, zu dem die Szene spielen soll. Da die Pandemie erwähnt wird, ist davon auszugehen, dass die Handlung entweder für 2020, 2021 oder spätestens 2022 angesetzt ist. Während viele belustigt Dinge wie „Es handelt sich offenbar um eine alternative Zeitlinie“ kommentieren oder zugeben, dass ihnen das Detail überhaupt nicht aufgefallen sei, drücken viele aber auch ihren Ärger darüber aus, dass bei einer so teuren Produktion nicht auf solche Details geachtet wird.

Trotz aller Kritik sind die Zahlen für „Euphoria“ Staffel 3 im Übrigen sehr gut. Dem Branchenmagazin „Variety“ zufolge hat alleine die erste Folge mittlerweile 12,3 Millionen Views einsammeln können. Folge 2 kommt auf ebenfalls starke 8,5 Millionen Aufrufe – und das sind jeweils nur die Zahlen für HBO und HBO Max. Damit zählt die neue Staffel zu den erfolgreichsten Serien-Rückkehrern in der ebenfalls bemerkenswerten Erfolgshistorie des Networks.