Streaming-Riese Netflix ist unter anderem dafür bekannt, eine große Anzahl von Eigenproduktionen herauszubringen – und das mit großem Erfolg. Serien wie „Squid Game“ und „Stranger Things“ haben Rekorde gebrochen, ähnlich sieht es bei Filmen wie „KPop Demon Hunters“ aus. Jetzt hat eine neue Serie die Streaming-Charts erobert, die in vielen Aspekten verdächtig an Hits der Konkurrenz erinnert. Die Rede ist von „Crew Girl“. Die Serie ist seit dem 10. September auf der Streaming-Plattform zu sehen und konnte sich dort innerhalb kürzester Zeit an die Spitze der Charts setzen.
So liegt die neue erste Staffel in zahlreichen Ländern auf Platz 1, darunter auch in wichtigen Märkten wie Kanada und Deutschland. Damit konnte „Crew Girl“ sogar die frisch gestartete 2. Staffel von „The Gentlemen“ mit Theo James von der Spitze verdrängen. Woher kommt der Hype?
Darum geht es in der Netflix-Serie „Crew Girl“
Die 16-jährige Teagan Tao (Miku Martineau) zieht mit ihrer Mutter Ella (Jessica Paré) quer durchs Land, nachdem ihr Vater David (Byron Lawson) in einen Finanzbetrugsskandal verwickelt wurde. Die talentierte junge Ruderin muss in ihrer neuen Heimat, in der sie die elitäre Privatschule Easton Prep besucht, allerdings mit Entsetzen feststellen, dass ihre Schule keine Rudermannschaft für Mädchen hat. Notgedrungen schließt sie sich deshalb dem Jungenteam als Steuerfrau an.
Fortan muss die Teenagerin nicht nur beweisen, dass sie ihren Platz im Team verdient hat, sondern auch der chaotischen Mannschaft helfen, in Form zu kommen. Als einziges weibliches Mitglied in einer ansonsten rein männlich besetzten Rudermannschaft ist auch das emotionale Chaos abzusehen. So steht Teagan bald zwischen Mannschaftskapitän Josh Regis (Samuel Braun) und Teamkamerad Cam Dillinger (Kyle Clarke).

Warum die Serie gerade einen Hype entfacht
Schaut man sich einige der erfolgreichsten Serien der jüngeren Streaming-Geschichte an, dann ergeben sich einige Gemeinsamkeiten. So drehen sich „Heated Rivalry“ und „Off Campus“ beispielsweise um leidenschaftliche Liebesgeschichten am Rande eines Eishockeyfeldes. „Sterling Point“ oder auch „Ich und die Walter Boys“ repräsentieren hingegen für viele ein perfektes Sommergefühl. „Crew Girl“ bringt nun viele dieser Eigenschaften zusammen und kann damit einen bemerkenswerten Erfolg feiern – obwohl es im Gegensatz zu den meisten anderen extrem erfolgreichen Serien der vergangenen Monate keine Buchvorlage gibt.
Ebenso wie „Heated Rivalry“, „Sterling Point“, das noch nicht genannte „Every Year After“ oder auch der Überraschungshit „Finding Her Edge“ kommt „Crew Girl“ aus Kanada. Die Handlung ist zwar in den USA angesiedelt, gedreht wurde jedoch überwiegend auf Vancouver Island und in British Columbia (Kanada). In den Kritiken kann man vielfach lesen, wie schön viele die kanadische Landschaft und die gezeigte entschleunigte Lebensweise finden.
Für wen lohnt sich „Crew Girl“?
Die neue Netflix-Serie, die zwischen sportlichem und schulischem Leistungsdruck sowie Teenager-Romanze und Coming-of-Age-Drama balanciert, kommt beim Publikum gut an. Auf IMDb bekommt „Crew Girl“ aktuell eine Wertung von 6,7 Sternen. Auf Rotten Tomatoes vergibt das Publikum zum jetzigen Zeitpunkt eine Wertung von 61 Prozent. Kritikerinnen und Kritiker bewerten mit 77 Prozent sogar noch einmal deutlich besser.
Dabei kann man vielfach lesen, dass Fans von Young-Adult-Romanzen bei der Serie voll auf ihre Kosten kommen. Wer Tiefgang und ausgebaute Charakterentwicklungen erwarte, solle sich aber besser anderweitig umschauen. Positiv wird zudem mehrfach die Chemie des Casts hervorgehoben, auch wenn die schauspielerische Leistung an einigen Stellen bemängelt wurde.

