„Sterling Point“ erobert die Streaming-Charts: Lohnt sich die Serie?

Die neue Amazon-Serie „Sterling Point“ hat nahezu aus dem Stand und ohne Booktok-Unterstützung die Streaming-Charts gestürmt und einen Hype ausgelöst. Für wen lohnt sich die Serie – und für wen eher nicht?
„Sterling Point“ erobert die Streaming-Charts: Lohnt sich die Serie?
Prime Video

Bei Amazon gibt es einen neuen Spitzenreiter auf Platz 1 der Streaming-Charts. Die Serie „Sterling Point“ hat sich dort direkt zum Start durchsetzen können und damit den Dauerbrenner „Off Campus“ abgelöst, der dort zuletzt wieder unangefochten an der Spitze thronte. Hauptverantwortliche war Megan Park, aber mit Josh Schwartz und Stephanie Savage war auch ein altbekanntes Duo beteiligt, das unter anderem bereits bei Erfolgsserien wie „Gossip Girl“ und „O.C. California“ zusammengearbeitet hat.

Im Gegensatz zu den jüngsten Erfolgen des Streaming-Dienstes, zu denen neben „Off Campus“ beispielsweise auch „Every Year After“ gehörte, basiert „Sterling Point“ nicht auf einer Buchvorlage. Umso bemerkenswerter ist der Hype, der gerade um die Serie entsteht, die einen ganz speziellen Sommer-Vibe verbreitet. Worum geht es und für wen lohnt sich das Ganze?

Darum geht es in der Serie „Sterling Point“ bei Prime Video

Die 17-jährige Annie Jacobson (Ella Rubin) lebt zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Connor (Keen Ruffalo) in New York City bei ihrem Adoptivvater Steven (Jay Duplass) auf. Nach dem Tod des entfremdeten Großvaters stellen die Geschwister überrascht fest, dass sie etwas von ihm geerbt haben – und zwar eine Insel in Kanada.

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Während Connor wenig Interesse an dem idyllischen Ort zeigt, beschließt Annie, ihr Erbe näher zu erkunden. Dabei erhofft sie sich unter anderem Informationen über ihre Mutter. In dem auf der Insel stehenden Haus trifft sie allerdings auf Ramona (Amélie Hoeferle), die ebenfalls angibt, dass es sich um das Erbe ihres Großvaters handelt und die zudem das Ebenbild von Annies Mutter ist.

Zusammen mit ihrer neuen Freundin Oona (Bo Bragason), aber auch mit dem jungen Piloten Ellis (Jacob Whiteduck-Lavoie) und Rory (Daniel Quinn-Toye), begibt sich Annie auf die Suche nach der Wahrheit. Dazu kommt noch das ganz normale Drama unter Heranwachsenden.

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Annie Jacobson (Ella Rubin) und Oona (Bo Bragason) in der Serie „Sterling Point“
Prime Video

So kommt die Serie bei Kritikern und Publikum an

Grundsätzlich kommt das Coming-of-Age-Drama sehr gut an, und zwar sowohl bei der Fachpresse als auch beim Streaming-Publikum. In ihren Rezensionen zeigen sich dabei viele überrascht von der Tiefe und der atmosphärischen Darstellung. Auch das Setting in Kanada gefällt vielen und man kann mehrfach lesen, dass „Sterling Point“ das ultimative Urlaubsgefühl liefert.

Gelobt wird zudem die „überzeugende Ausarbeitung der Charaktere, auch der Nebenfiguren“, wie ein Zuschauer schreibt. Das hebe die Serie von vielen anderen ihrer Art ab, da sie keine klischeebehafteten Tropes bediene. Zum Charme der Geschichte trägt für viele zudem der Cast bei, der fast durch die Bank weg gelobt wird. Dabei sticht vor allem Hauptdarstellerin Ella Rubin („Die Professorin“, „Until Dawn“, „Fear Street: Prom Queen“) hervor, aber auch die frischgecastete Zelda-Darstellerin Bo Bragason („Renegade Nell“, „King & Conqueror“) und die in München geborene Amélie Hoeferle („The Ballad of Songbirds and Snakes“, „Eddington“).

Kritik gibt es hingegen von einigen an einem fehlenden Spannungsbogen. Die Serie schlägt ein recht gemütliches Erzähltempo an und zielt eher auf die zwischenmenschlichen Themen ab. Das gefällt nicht allen und einige zeigen sich in ihrer Erwartungshaltung enttäuscht. Zudem wird bemängelt, dass „Sterling Point“ wenig neue Ideen oder dramaturgische Innovationen liefere.

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Alle Details zu „Sterling Point“ im Überblick

  • Titel: Sterling Point
  • Genre: Drama, Young-Adult, Coming-of-Age
  • Umfang: 8 Folgen in 1 Staffel
  • Streaming-Dienst: Amazon Prime Video
  • Verantwortliche: Megan Park (Showrunner)
  • Besetzung: Ella Rubin, Amélie Hoeferle, Bo Bragason, Jacob Whiteduck-Lavoie, Daniel Quinn-Toye, Jeffrey Dean Morgan
  • Bewertungen: 7,4 von 10 bei IMDb, 93 beziehungsweise 88 von 100 Prozent bei Rotten Tomatoes

Für wen sich die Serie lohnt – und für wen nicht

Mit „Sterling Point“ hat Amazon eine unaufgeregte Serie geschaffen, die sich von vielen anderen Coming-of-Age-Dramen der jüngeren Vergangenheit abhebt. Dennoch ist die Serie für Fans des Genres eine absolute Empfehlung, vor allem für jene, die auf der Suche nach einer kurzweiligen Unterhaltung mit sommerlichen Gefühlen sind.

„Sterling Point“ bietet wenig Dramatik, dafür idyllische Szenen an kanadischen Seen mit Bootsfahrten und Lagerfeuern. Enttäuscht werden hingegen diejenigen, die auf eine abwechslungsreiche Serie mit einem düsteren Familiengeheimnis gehofft haben, denn eine Mystery-Serie ist „Sterling Point“ wirklich nicht.

Wie steht es um „Sterling Point“ Staffel 2?

Nach dem großen Erfolg des Dramas stellen sich viele die Frage nach einer Fortsetzung. Da „Sterling Point“ keine Romanvorlage hat, gibt es diesbezüglich größere Freiheiten. Allerdings ist die Kerngeschichte theoretisch auserzählt. Dennoch machte Schöpferin Megan Park zuletzt Hoffnung auf „Sterling Point“ Staffel 2.

Zu „Entertainment Weekly“ sagte Park: „In der ersten Staffel verbringt man viel Zeit damit, die Welt zu kreieren, und ich habe fast das Gefühl, dass man sich in der zweiten Staffel entspannen und tiefer in die Materie eintauchen kann.“ Offiziell ist damit noch nichts, aber es haben bereits mehrere Verantwortliche signalisiert, dass sie durchaus Interesse an einer Fortsetzung hätten.