München, Hamburg, Frankfurt – das sind vermutlich die ersten Städte, die einem einfallen, wenn es um teure Luxus-Immobilien geht. Betrachtet man den relativen Anteil dieser Immobilienkategorie, dann gibt es aber eine andere heimliche Luxus-Hauptstadt in Deutschland: Heidelberg. Dort kosten 3,1 Prozent aller angebotenen Immobilien mehr als drei Millionen Euro. Wer in der rund 160.000 Einwohner großen Stadt auf der Suche nach einer entsprechenden Luxus-Immobilie ist, kann aktuell ein ganz besonderes Objekt erwerben.
Dort steht nämlich die Schlossvilla am Philosophenhügel, besser bekannt als „Hotel Heidelberg“ aus der gleichnamigen TV-Serie. Von 2016 bis 2019 drehte die ARD hier unter anderem mit Annette Frier (52), Hannelore Hoger (†85) und Christoph Maria Herbst (60) für das bekannte Format, das unter anderem wegen seiner traumhafte Kulisse beliebt war. Jetzt steht das „Hotel“ zum Verkauf.
Top-Lage am Neckar mit Blick auf Schloss Heidelberg
Der Philosophenhügel verläuft oberhalb des Neckars am Heiligenberg. Die Immobilie liegt also direkt gegenüber der Altstadt und bietet somit nicht nur einen guten Blick auf die Alte Brücke und das Schloss, sondern auch auf die kleinen Gassen mit bekannten Sehenswürdigkeiten wie der Heiliggeistkirche. Die Immobilie hat aber noch einiges mehr zu bieten als „nur“ ihre Lage. Wer die ARD-Serie gesehen hat, kennt die imposante Außenfassade mit den schlossähnlichen Treppen hinter dem kunstvoll angelegten italienischen Garten.
Insgesamt ist in der Anzeige der Sparkasse Heidelberg von 2.652 m² Grundstücksfläche die Rede. Die Wohnfläche beträgt hingegen 1.026 m², die sich auf 20 Zimmer verteilt (andere Quellen sprechen sogar von 22). Das Gebäude wurde im Jahr 1903 gebaut und steht unter Denkmalschutz.

Pool, Sauna und 20 Zimmer – das bietet die Villa
Im Inneren gibt es unter anderem einen Wellnessbereich mit Schwimmbad und Sauna. Auf dem viergeschossigen Grundriss sind zudem unter anderem ein Fitnessraum und ein Weinkeller ausgewiesen. Dazu kommen weitere Highlights wie eine große Dachterrasse. Das Anwesen ist dabei nach dem Wohnungseigentümergesetz in vier Wohneinheiten aufgeteilt, die zwischen 63,4 m² und 472,28 m² Platz bieten.
Im Post der Sparkasse dazu heißt es unter anderem: „Ob als exklusive Privatresidenz, großzügiger Familiensitz oder für die Verbindung von Wohnen und Arbeiten: Hier ist Raum für besondere Lebensentwürfe.“ Was jedoch nicht erwähnt wird, ist der Kaufpreis. Dieser wird nur auf Anfrage mitgeteilt.
Luxus-Immobilie mit bewegter Geschichte
Das im Jahr 1903 im mediterranen Renaissancestil errichtete Gebäude stammt von dem Architekten Philipp Jelmoli. 1916 wurde es für den jüdischen Unternehmer Edwin Reis durch den Architekten Franz Sales Kuhn erweitert und endgültig zur prachtvollen Residenz umgebaut. Der Ausbau des Daches erfolgte dann 1953 und in den 1980er-Jahren wurde das Gebäude einmal komplett saniert.
Neben der Immobilie selbst dürfte auch die Lage in Heidelberg kaufkräftige Interessierte anziehen. Die Stadt gilt als eine der schönsten Deutschlands und belegt in entsprechenden Rankings regelmäßig vordere Plätze. Die Universitätsstadt hat nicht nur eine sehenswerte Altstadt, sondern bietet aufgrund ihrer Lage am Neckar und dem darüber thronenden Schloss auch ein bemerkenswertes Panorama.

