Tägliche Gewohnheiten erhöhen Demenzrisiko: Die meisten kann man vermeiden

Studien haben eine Reihe von Risikofaktoren für Demenz identifiziert. Die gute Nachricht: Viele davon kann man aktiv beeinflussen. Die schlechte: Oft sind sie fest im Alltag verankert.
Tägliche Gewohnheiten erhöhen Demenzrisiko: Die meisten kann man vermeiden
Shutterstock / Halfpoint

Statistiken zufolge leiden weltweit etwa 57 Millionen Menschen an Demenz, wobei die Tendenz seit Jahren steigt. Das liegt zum einen an der wachsenden Lebenserwartung in vielen Ländern. Gerade in Industrienationen kommen allerdings auch diverse Faktoren in Bezug auf den Lebensstil dazu, die erwiesenermaßen das Risiko, an Demenz zu erkranken, erhöhen können. Das sind zwar mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen keine guten Nachrichten. Es können alerdings welche werden.

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Denn es bedeutet, dass sich das Demenzrisiko für viele Personen signifikant verringern lässt, wenn sie Änderungen in ihrem Alltag vornehmen. Demenz bezeichnet dabei ein neurologisches Krankheitsbild, bei dem das Gedächtnis in starke Mitleidenschaft gezogen wird. Alzheimer gilt dabei als häufigste Demenzform, ist mit dieser allerdings nicht gleichzusetzen. Weitere häufige Symptome sind eine zunehmend verwaschene Sprache und ein steter Verlust der generellen Denkfähigkeit. Um der Krankheit vorzubeugen oder sie zumindest zu verzögern, sollte man auf mehrere Dinge achten; so lassen sich Experten zufolge theoretisch ganze 45 Prozent aller Demenzerkrankungen vermeiden.

Demenzgehirn Darstellung
Shutterstock / Billion Photos

Ursachen für eine Demenz können vielfältig sein

Das ergab unter anderem eine Studie der Universität Lund in Schweden. Dabei wurden Stichproben von Gehirnen von 500 Probandinnen und Probanden ab 65 Jahren untersucht. Hauptaugenmerk galt dabei der sogenannten weißen Substanz, die Teil des Zentralnervensystems ist. Dabei konnten klare Zusammenhänge mit bereits bekannten Risikofaktoren festgestellt werden. Der Studie zufolge sind die Faktoren, die man im täglichen Leben am besten beeinflussen kann, „Rauchen , Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hohe Blutfettwerte und Bluthochdruck“.

Bei den genannten Faktoren wurde ein Zusammenhang „mit Schäden an den Blutgefäßen des Gehirns und einer schnelleren Anhäufung sogenannter Veränderungen der weißen Substanz“ festgestellt. Auch, wenn es noch andere Risikofaktoren gibt, betonen die Autorinnen und Autoren der Studie, das vor allem eine gesunde und ausgewogene Ernährung ein Schlüssel sein kann. Als für das Gehrn besonders gesunde Lebensmittel gelten dabei unter anderem Fisch, Olivenöl, Nüsse oder auch Beeren.

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Aber auch Bewegung ist enorm wichtig. So wurde bereits ein Zusammenhang zwischen Alzheimer und dauerndem Sitzen festgestellt. Darüber hinaus hat etwa der Harvard-Professor Rudolph E. Tanzi die „SHIELD“-Methode entwickelt, die auch weitere Faktoren des täglichen Lebens mit einbezieht.