Familienvater wird Lotto-Millionär: Mit dem Gewinn löst er ein Versprechen ein

Nach einem unverhofften Lotto-Gewinn nutzt ein Familienvater nun seinen enormen Gewinn, um etwas Gutes zu tun. Damit hält er ein Versprechen ein.
Familienvater wird Lotto-Millionär: Mit dem Gewinn löst er ein Versprechen ein
Instagram / @thenationallottery
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Viele träumen vom finanziellen Jackpot, den wenigsten ist er tatsächlich vergönnt. Bauunternehmer Steve Thomson aus Sussex gehört zu den wenigen Glücklichen. Der Brite gewann 2019 bei EuroMillions. Dabei betrug sein Lotto-Gewinn nicht „nur“ ein paar Millionen. Stattdessen räumte er 105 Millionen Pfund ab, das entspricht etwa 120 Millionen Euro. Das ist in der Geschichte der National Lottery ein historischer Gewinn.

Doch anstatt sein Geld komplett für sich selbst auszugeben oder anzulegen, hat sich der 48-jährige Thomson dafür entschieden, seinen Lotto-Gewinn zu teilen und vor allem der Gemeinschaft etwas zurückzugeben. Dabei sollen sowohl seine Rolle als dreifacher Familienvater als auch ein Versprechen eine Rolle gespielt haben.

So nutzte der Bauunternehmer seine Lotto-Millionen, um einer Gruppe zu helfen, die oft von der Gesellschaft vergessen wird: benachteiligte junge Erwachsene. Wie die „BBC“ berichtet, wurde mit Thomsons Geld ein neues Zentrum für die Wohltätigkeitsorganisation „Together Our Community“ (TOC) in Chichester gebaut. Neben der finanziellen Hilfe soll sich der Familienvater zudem aktiv in den Bau eingebracht haben. „Er hat nicht einfach nur einen Scheck ausgestellt. Er war von Anfang bis Ende dabei, von der Planung des Layouts über die Sicherstellung, dass wir die richtigen Schutzschalter hatten, bis zum Laubfegen“, berichtet Hilary Freeborough von TOC.

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Lotto-Gewinner Steve Thomson
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Bauunternehmer Steve Thomson will mit seinen Lotto-Millionen Gutes tun und ist auch weiterhin berufstätig

Das Ergebnis ist ein dreistöckiges Gebäude, in dem es unter anderem ein Klassenzimmer, ein Café und eine Trainingsküche gibt. Der Ort soll jungen Erwachsenen die Möglichkeit geben, erste Berufserfahrungen zu sammeln, sich neue Fähigkeiten anzueignen und sich an einem geschützten Ort zu vernetzen. Zur Idee des Lotto-Millionärs trugen wohl auch persönliche Erfahrungen bei. „Einige Freunde haben Söhne und Töchter mit Autismus und anderen Lernschwierigkeiten, und es gab in der Gegend keinen Ort, an dem sie sich sicher treffen, Fähigkeiten erlernen und Freundschaften schließen konnten.“

Sobald solche Personen 18 Jahre alt werden würden, verschwinde die ohnehin schon geringe Aufmerksamkeit für die Zielgruppe. Das würde den Betroffenen die Chancen auf eine aussichtsreiche Zukunft erschweren und auch die Eltern enorm belasten, die oft „völlig isoliert“ seien und „ihre eigenen Arbeitsplätze aufgeben“ müssten. „Es ist wirklich schwer und herzzerreißend, ihre Geschichten zu hören“, fügt der Lotto-Gewinner im „BBC“-Interview hinzu.

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Thomsons Kindheit war offenbar ebenfalls ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung. So soll bereits sein Vater etwa Jugendlichen mit Behinderung Schwimmunterricht gegeben haben. Deshalb unterstützt der 48-Jährige Steve Thomson die TOC bereits seit Jahren. Auch seiner Heimatstadt soll er zudem schon eine größere Summe gespendet haben. Mit seinen wohltätigen Aktionen löst er ein Versprechen ein, das er direkt mit dem Gewinn seiner Lotto-Millionen gegeben hatte. So hatte er direkt angekündigt, der Gemeinschaft „etwas zurückgeben“ zu wollen.