Langsam aber sicher beginnt die Hochphase im Garten. Die Eisheiligen sind vorbei, alles ist gepflanzt und nun entscheidet die richtige Pflege über das Endergebnis und eine eventuelle Ernte- und Blütenpracht. Allerdings gibt es einige grundlegende Fehler, die man dabei unbedingt vermeiden sollte.
1. Zu viel und zum falschen Zeitpunkt gießen
Wer es nicht besser weiß, wässert seinen Garten nach dem Motto: „Hauptsache nass“. Und es stimmt, Pflanzen brauchen natürlich Wasser, aber das richtige Maß, der Winkel und auch die Uhrzeit, zu der gegossen wird, sind entscheidend. Grundsätzlich sollte man am besten morgens gießen und nicht tagsüber, wenn die Sonne gegebenenfalls stark auf die Pflanzen scheint. Morgens ist der Boden nämlich schön abgekühlt, was den Verdunstungseffekt minimiert.
Alternativ kann man auch in den späten Abendstunden gießen, wie es beim NDR heißt. Zudem sollte man die Gießkanne nicht einfach von oben über den Pflanzen entleeren. Stattdessen ist es am besten, das Wasser direkt auf den Wurzelbereich zu geben. Das gilt besonders bei einer Abendbewässerung. Denn nasse Blätter, die über Nacht nicht trocknen, sind besonders anfällig für Pilzbefall.

2. Boden im Garten kategorisch freiräumen
Gartenanfängerinnen und -anfänger machen häufig den Fehler, dass sie es mit dem Unkraut fast schon zu genau nehmen. Das führt dazu, dass der Boden um die Pflanzen regelmäßig von allen unerwünschten Gewächsen befreit und gegebenenfalls noch umgegraben wird. Das ist gut gemeint, jedoch in den meisten Fällen nicht empfehlenswert, da nackter Boden am schnellsten austrocknet, um bei Starkregen wiederum zu verdichten.
Die einfachste Lösung dafür lautet: Mulchen. Damit ist nicht nur Rindenmulch gemeint. Wer das nicht mag, kann auch einfach auf Rasenschnitt zurückgreifen und diesen auf dem Boden verteilen. Auch Blätter oder Stroh können denselben Zweck erfüllen. Die isolierende Schicht sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit im Boden bleibt, was Wasser spart, und sie hilft, Unkraut zu vermeiden.
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3. Gartenpflanzen zu lange im Topf lassen
Viel zu oft bleiben Pflanzen, nachdem sie einmal eingetopft sind, zu lange in ihren Töpfen. Das hat viel mit Bequemlichkeit und teilweise auch mit Unwissenheit zu tun. Das hemmt allerdings langfristig das Wachstum, da sich die Wurzeln nicht ausbreiten können und zudem die Nährstoffe in der Erde im Topf begrenzt sind.

4. Zu wenig Platz und falsche Beetpartner
Ein weiterer klassischer Fehler im Garten: den Pflanzen zu wenig Platz lassen. Gerade, wenn man kleine Setzlinge kauft, unterschätzt man, wie groß diese später werden können. Vor allem bei Obst und Gemüse kann das zum Problem werden beziehungsweise die Ernte beeinträchtigen. Deshalb sollte man von vornherein genügend Abstand beim Einpflanzen einplanen.
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Und auch die Beetpartner wollen gut ausgewählt sein, wie unter anderem der NABU erklärt. Grundsätzlich sollte man Pflanzen der gleichen Familie nicht nebeneinander platzieren, da diese dann um dieselben Nährstoffe konkurrieren. So passen etwa Pfefferminze und Salbei nicht zueinander, gleiches gilt für Tomaten und Kartoffeln. Unabhängig von der Pflanzenfamilie sollte man zudem beachten, dass beispielsweise keine feuchtliebende Pflanze neben einer anderen landet, die trockenen Boden bevorzugt.

