6 Fehler, die man beim Kartoffeln kochen auf keinen Fall machen sollte

Beim Zubereiten von Kartoffeln kann man vieles richtig, aber auch einiges falsch machen. Dabei verdirbt man nicht nur Geschmack und Inhaltsstoffe, sondern kann im Ernstfall sogar Schaden anrichten.
6 Fehler, die man beim Kartoffeln kochen auf keinen Fall machen sollte
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Die Kartoffel ist eine aufgrund ihrer Vielseitigkeit beliebte Knolle, die in Deutschland teilweise zu den Grundnahrungsmitteln gehört. Dabei wird übrigens oft von einem Gemüse gesprochen, was botanisch gesehen nicht stimmt. Stattdessen gehören Kartoffeln wie auch Tomaten und Auberginen zu den Nachtschattegewächsen. Aufgrund ihrer besonderen Nähstoffzusammensetzung gehört die Knolle dabei etwa laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung auf jeden Speiseplan.

Zu diesen Nährstoffen gehören wertvolle Ballaststoffe, aber auch Eiweiß, Vitamine – vor allem B-Vitamine und Vitamin C – sowie Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Ein wesentlicher Bestandteil ist aber auch Stärke, die durch das Kochen verdaulich wird. Deshalb ist es so wichtig, das Lebensmittel vor dem Verzehr zu erhitzen. Dabei kann man die Knolle entweder Kochen, Braten, aber auch Garen, Grillen oder Rösten.

Die Hitze ist zudem vonnöten, um den natürlichen Solaningehalt zu reduzieren. Dabei handelt es sich um einen Stoff zum Schutz der Pflanze, etwa gegen Fäulniserreger, der für den Menschen allerdings giftig ist. Deshalb sollte man die Knolle keinesfalls roh essen. DeshalDoch worauf sollte man bei der Zubereitung von Kartoffeln genau achten? Und vor allem: Welche Fehler sollte man vermeiden?

Kartoffeln werden auf einem Brett mit einem Messer in Scheiben geschnitten
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Die Kartoffel ist ein Alleskönner, sollte aber teilweise mit Vorsicht behandelt werden

Durch das enthaltene Solanin und auch durch die in unerhitzter Form schwer verdauliche Stärke ist es wichtig, Kartoffeln ausreichend lange zu kochen, braten etc. Dabei ist je nach Kartoffel die richtige Garzeit entscheidend. Bei Pell- oder Salzkartoffeln sind das zwischen 15 und 25 Minuten. Der erwähnte Typ bezieht sich auf die Unterscheidung zwischen mehlig, überwiegend festkochend und festkochend. So sollte man etwa für Gratin auf die festkochende Variante setzen, für Bratkartoffeln sind eher die vorwiegend festkochenden Varianten geeignet, während man für Püree und Suppe eher auf mehlige Exemplare setzen sollte. Zudem sollte man beim Kochen niemals das Salz vergessen, das die romen beim Kochen erhält.

Abseits vom tatsächlichen Kochvorgang gilt es aber ebenfalls einiges zu beachten. So sollte man Kartoffeln niemals geschält lagern. Wenn man die Knolle entsprechend vorbereiten möchte, sollte man sie stattdessen in Salzwasser legen. Ansonsten wird sie nicht nur braun, sondern verliert auch Inhaltsstoffe. Kartoffelreste sollte man zudem nicht einfach in den Kühlschrank packen, sonst werden sie schnell muffig im Geschmack. Deshalb sollte man sie unbedingt abdecken und innerhalb von maximal zwei Tagen verbrauchen.

Einer der häufigsten „Fehler“ ist zudem, keimende Kartoffeln einfach wegzuschmeißen. Das gilt jedoch nur bei vielen und vor allem langen Keimen oder Exemplare, deren Schale bereits grün geworden ist. Sind die Keime jedoch noch klein und nicht so zahlreich, kann man sie einfach herausschneiden und die Knolle trotzdem noch besten Gewissens essen und so Lebensmittelverschwendung vermeiden. Grund für die erhöhte Vorsicht ist auch hier wieder Solanin, das sich besonders in den keimenden Trieben konzentriert.