Gefahr durch Vogelgrippe: EU bestellt 665.000 Impfdosen

Die Vogelgrippe breitet sich momentan immer stärker aus. Deshalb hat die EU nun über 665.000 Impfdosen bestellt.

13.06.2024, 14:55 Uhr
Gefahr durch Vogelgrippe: EU bestellt 665.000 Impfdosen
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Nach einigen Fällen in den USA hat sich nun auch ein vierjähriges Kind in Indien mit der Vogelgrippe infiziert. Diesmal handelt es sich um den Subtypen Influenza A (H9N2). Seit Januar hat das Kind mit schweren Symptomen zu kämpfen und musste sogar intubiert werden. Mittlerweile konnte es die Klinik mit einer Sauerstoffzufuhr verlassen.

Man geht davon aus, dass sich das Kind durch den Kontakt zu Hühnern mit der Vogelgrippe infizierte. Das Geflügel steckt sich zumeist bei Wildvögeln mit dem Erreger an, der auch auf den Menschen übergehen kann. Kürzlich wurde zudem der erste Todesfall durch eine neue Variante der Vogelgrippe bestätigt.

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Die Vogelgrippe breitet sich immer stärker aus

In Mexiko verstarb ein Mann im Alter von nur 59 Jahren nach einer Infektion. Er steckte sich mit dem Virus-Subtyp H5N2 an und litt gleichzeitig unter mehreren anderen Krankheiten. Experten erklärten bereits, dass sich dieser Subtyp deutlich von der weitaus bekannteren Variante H5N1 unterscheide. Dieses wiederum wurde kürzlich auch bei anderen Säugetieren, wie Milchkühen aus den USA, nachgewiesen und verursacht immer wieder Erkrankungen beim Menschen.

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Aufgrund der Entwicklungen möchte sich die EU nun gegen die Viren wappnen. Insgesamt 665.000 Impfdosen wurden im Auftrag von 15 Ländern der EU bestellt. Sie sollen gegen die besagten H5-Viren wirken. Die ersten Impfdosen sollen nach Finnland geschickt werden. „Wir müssen Menschen schützen, die einem höheren Risiko ausgesetzt sind“, erklärte die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Damit sind Personen gemeint, die in der Geflügelindustrie und Landwirtschaft oder als Tierarzt tätig sind. Deutschland hat bisher noch keinen Impfstoff bestellt.

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