Neue Führerschein-Regel soll kommen: EU-weites Fahrverbot geplant

Das EU-Parlament plant künftig deutlich strengere Regeln für den Führerschein. Worauf sich Autofahrer bald einstellen müssen.

09.02.2024, 11:50 Uhr
Neue Führerschein-Regel soll kommen: EU-weites Fahrverbot geplant
Pandora Pictures/Shutterstock
Anzeige

In den vergangenen Monaten wurde bereits ausgiebig über neue Führerschein-Regeln diskutiert. Nun wird es ernst in Europa, denn eine Mehrheit des EU-Parlaments hat für die Umsetzung eines neuen Gesetzes gestimmt. Die kommende Regelung wird insbesondere Raser ärgern, denn Fahrverbote sollen künftig in der gesamten EU gelten.

Bisher war es noch so, dass ein Deutscher, der in Italien ein Fahrverbot erhält, hierzulande ganz normal weiter hinterm Steuer Platz nehmen kann. Künftig soll diese Regelung aber entfallen. Stattdessen wird dann binnen 25 Tagen entschieden, ob das Fahrverbot EU-weit gelten soll oder nicht.

Neue Richtlinie 2024: EU plant "Anti-SUV-Führerschein" Neue Richtlinie 2024: EU plant "Anti-SUV-Führerschein"
Anzeige
mpohodzhay/Shutterstock

Die EU verhandelt aktuell über strenge Führerschein-Maßnahmen

Solch übergreifende Maßnahmen sollen laut den Politikern Vorteile wie eine erhöhte Sicherheit im Straßenverkehr mit sich bringen. Zudem gilt momentan, dass eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 50 Kilometern pro Stunde ausreicht, damit der Führerschein entzogen werden darf. Künftig soll dies auch bei 30 Kilometern pro Stunde möglich sein – zumindest innerhalb eines Wohngebiets. 

Anzeige

Sollte jemand dennoch in seinen Wagen steigen und ohne gültige Dokumente losfahren, soll dieses Vergehen künftig in die Liste der schwerwiegenden Verkehrsverstöße aufgenommen werden. Somit würden Informationen über einen Führerscheinentzug auch automatisch mit dem Staat geteilt werden, in dem die Papiere ausgestellt wurden. Bis es zu einer neuen Führerscheinrichtlinie kommt, müssen sich alle EU-Staaten jedoch erst einmal auf einen Kompromiss einigen. Die Mitgliedsstatten haben nämlich bisher noch keine Position zu dem Vorhaben finden können. Die Verhandlungen sollen nach der neuen Parlamentswahl im Sommer stattfinden. 

Anzeige