Corona-Symptome im Mund: Das steckt hinter der „Covid-Zunge“

Immer mehr Patienten berichten von einer „Covid-Zunge“. An diesen Symptomen erkennt man die Corona-Infektion im Mund.

14.01.2024, 17:50 Uhr
Corona-Symptome im Mund: Das steckt hinter der „Covid-Zunge“
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Wer an eine Corona-Infektion denkt, hat natürlich erstmal die klassischen Symptome, wie Husten, Halsschmerzen, Fieber und Schnupfen im Sinn. All das kann allerdings auch ein grippaler Infekt sein. Sollten aber weitere Anzeichen wie starke Kurzatmigkeit bis hin zur Atemnot, Magen-Darm-Probleme mit Durchfall und stärkeren Kopf- und Gliederschmerzen hinzukommen, ist die Chance groß, dass es sich möglicherweise um eine Corona-Infektion handelt. Allerdings kann man sich nur sicher sein, wenn man einen PCR-Test macht, denn der kleine Abstrich aus der Apotheke reicht nur als Hinweisgeber aus.

Die vielen unterschiedlichen Varianten des Virus können oft sehr unspezifische Symptome auslösen und die Forschung versteht einige Zusammenhänge nur schrittweise. Es gibt allerdings noch ein paar andere Anzeichen für eine Corona-Infektion, die ausgerechnet im Mundraum auftreten können. Dabei geht es um orale Symptome wie: Xerostomie, Dysgeusie und Läsionen der Mundschleimhaut. Hinter diesen sperrigen medizinischen Begriffen verbergen sich Anzeichen wie Mundtrockenheit, Probleme und Änderungen des Geschmackssinnes und Verletzungen der Mundschleimhaut.

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Die Symptome einer Corona-Infektion im Mund sind vielfältig

Die Mundtrockenheit gilt als das häufigste orale Symptom bei einer Covid-19-Infektion und erscheint bei rund 46 Prozent der Erkrankten. Dieser Zustand ist zwar nicht bedrohlich, aber dafür sehr unangenehm und kann schädlich für Zähne und Zahnfleisch sein. Innerhalb der ersten fünf Tage einer Corona-Infektion kann dann die sogenannte Dysgeusie auftreten. Unter ihr versteht man einen Zustand, in dem alle Geschmacksrichtungen gleichermaßen betroffen sein können. Es spielt keine Rolle, ob süß, sauer, scharf oder salzig, alles oder einiges davon kann in der Empfindung gestört sein. Ein solcher Geschmacksverlust kann sich einige Zeit hinziehen, allerdings ist die Mehrheit der Betroffenen nach ungefähr zwei Wochen wieder in der Lage, die Mahlzeit wieder genießen zu können.

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Übrigens sind diese Probleme geschlechterunspezifisch und können sowohl Männer als auch Frauen betreffen. Von allen oralen Symptomen am seltensten tritt die Schleimhautläsion auf. Nur 20,5 Prozent der Corona-Infizierten sind davon betroffen. Sie beginnt rund 10 Tage nach der Infektion und zeigt sich durch kleine Risse und Verletzungen der Mundschleimhaut, von der auch die Zunge betroffen sein kann. Durch eine ausreichende antivirale medikamentöse Behandlung wird der Zustand in der Regel nach einigen Wochen wieder abklingen.

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Diese Risikogruppen sind besonders gefährdet

Ältere Menschen oder solche mit entsprechenden Vorerkrankungen wie einer Diabetes, oder Patienten mit einer mangelhaften Mundhygiene gehören allerdings zu einer Risikogruppe, die nicht nur schneller zu solchen Symptomen neigt, sondern auch länger damit zu tun haben könnte. Schlussendlich werden diese lästigen Nebeneffekte mit der Heilung der durchlebten Infektion wieder verschwinden. Allerdings ist die sicherste Möglichkeit, nicht krank zu werden immer noch die Vorbeugung durch eine Maske oder das Vermeiden großer Menschenansammlungen während den Hochansteckungsphasen des Virus.