„KI-Version von Hiroshima“: Britische Außenministerin warnt vor fatalen Folgen

Künstliche Intelligenz beschäftigt nicht nur die Technik-Welt, sondern auch die Außenpolitik. Großbritanniens Außenministerin warnt nun mit drastischen Worten vor einer Gefahr.
„KI-Version von Hiroshima“: Britische Außenministerin warnt vor fatalen Folgen
Shutterstock / LuckyStep

Der KI-Boom hält weiter an, wobei die USA und China die führenden Nationen sind. Das führt in der internationalen Außenpolitik zu Verwerfungen, vor denen nun auch die Außenministerin Großbritanniens, Yvette Cooper, warnt. Man müsse sich international auf bestimmte Richtlinien für Künstliche Intelligenz einigen, ansonsten würden verheerende Konsequenzen drohen.

Gegenüber dem „Guardian“ erläuterte Cooper, dass sich die Welt ihrer Meinung nach in einem gefährlichen Moment befinde. Das liege unter anderem daran, dass sich die USA aktuell stark von ihrer übergreifenden Rolle des globalen Schiedsrichters zurückzögen. In einem Gastbeitrag für den Thinktank Chatham House geht die Schottin sogar noch einen Schritt weiter und zieht einen Vergleich zu Hiroshima.

Parallelen der KI-Diskussion zu Nukleardebatte

Konkret geht es ihr dabei nicht um die Zerstörungswucht des Nuklearangriffs auf die japanische Stadt im Zweiten Weltkrieg. Stattdessen schreibt sie: „In der Nuklearfrage kam es erst zu einer internationalen Einigung, nachdem die Welt die erschreckende Macht dieser neuen Technologie in Hiroshima miterlebt und sich gefragt hatte, was geschehen würde, wenn sie in die falschen Hände geriete.“

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Einen ähnlichen Moment brauche es jetzt auch in Bezug auf Künstliche Intelligenz. Denn: „Wir können es uns nicht leisten, auf eine KI-Version von Hiroshima zu warten, bevor wir handeln.“ Dabei unterstreicht sie, dass KI enormes Potenzial berge, aber eben auch Risiken, denen sich die Weltgemeinschaft gemeinsam stellen müsse.

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„Wir leben bereits in einer Welt, in der es bösartige Akteure gibt, die Technologie gegen uns einsetzen werden – seien es hybride Bedrohungen, staatlich unterstützte kriminelle Gruppen oder andere Organisationen, Extremisten oder Terrorgruppen“, führt die Außenministerin dazu aus.

Yvette Cooper vor einer Flagge Großbritanniens: Britische Außenministerien warnt vor KI
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Sicherheitsrisiko im internationalen Wandel

Cooper erläutert, dass sich KI ihrer Meinung nach in den kommenden Jahren zu dem entscheidenden außenpolitischen Thema schlechthin entwickeln werde. Die Technologie sei aber nur ein Aspekt, der aktuell die globale Sicherheit bedrohe. Darüber hinaus nennt sie vor allem die Folgen der Klimakrise, aber auch von irregulärer Migration und ausländischer Einmischung auf die westlichen liberalen Demokratien.

Zudem mahnt die Außenministerin, die angesichts der sich im Umbruch befindenden britischen Regierung möglicherweise bald ersetzt werden könnte, dass sich die Welt darauf einstellen müsse, dass die USA wohl auch nach der Präsidentschaft von Donald Trump nicht in ihre alte Rolle zurückkehren würden. Darauf müsse man sich – vor allem im Hinblick auf KI, aber auch angesichts zahlreicher anderer Herausforderungen – vorbereiten.