McKinsey-Chef verrät wichtigen Vorteil: Diese 3 Fähigkeiten hat KI nicht

McKinsey-Manager Bob Sternfels sieht das Einsparpotenzial durch KI. Dabei betont er allerdings auch, dass es einige Kernkompetenzen gibt, in denen die Technologie die Menschen nicht ersetzen kann.
McKinsey-Chef verrät wichtigen Vorteil: Diese 3 Fähigkeiten hat KI nicht
Shutterstock / thinkhubstudio

McKinsey ist eine der wichtigsten und bekanntesten Unternehmensberatungen weltweit, die selbst viele tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Auch in diesem Sektor ist der Wandel durch Künstliche Intelligenz offensichtlich spürbar. Dabei verriet Bob Sternfels, Global Managing Partner bei McKinsey, bei einem Auftritt auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, dass die Technologie allein im vergangenen Jahr etwa 1,5 Millionen Stunden Zeit im Bereich Recherche und Synthese eingespart habe.

Daraus ergibt sich nicht nur eine zeitliche, sondern am Ende auch eine finanzielle Ersparnis, die Künstliche Intelligenz für Unternehmen so interessant macht. Dadurch fürchten allerdings auch Menschen in verschiedenen Branchen um ihre Jobs, wobei etwa Elon Musk prophezeit, dass KI und Robotik das Arbeiten für Menschen irgendwann ganz abschaffen könnte. Der McKinsey-Manager betont allerdings auch, dass es einige Kernaufgaben gibt, die Künstliche Intelligenz schlicht nicht ausführen könne. Dabei bezieht er sich vor allem auf drei wesentliche Fähigkeiten; künftigen Absolventinnen und Absolventen empfiehlt Sternfels, sich entsprechend darauf zu konzentrieren.

Bob Sternfels von McKinsey über KI
IMAGO / Avalon.red

KI spielt für Unternehmen bei der Prozessoptimierung eine immer größere Rolle

Sternfels zufolge ist Künstliche Intelligenz beispielsweise zum Erstellen von Diagrammen und zu Recherchezwecken bestens geeignet. Das solle allerdings keine Menschen ersetzen, sondern stattdessen den Mitarbeitern und Mitarbeitern Zeit sparen, damit sie sich auf „aufsteigende Aufgaben“ und auch Probleme konzentrieren könnten, die Künstliche Intelligenz nicht lösen könne. Denn „was können die Modelle nicht? Ambitionen entwickeln. Die richtigen Ambitionen setzen“, erklärt der McKinsey-Manager.

Er plädiert dafür, Fähigkeiten im Bereich des Strebens aufzubauen und sich Ziele zu setzen, von denen man dann andere überzeugen könne. Zudem verfügen KI-Modelle aufgrund ihrer Beschaffenheit über kein Urteilsvermögen: „In diesen Modellen gibt es kein Richtig oder Falsch.“ Menschen hingegen könnten die Fähigkeit entwickeln, die richtigen Parameter auf Basis stabiler Grundlagen zu setzen.

Zuletzt geht Bob Sternfels auf einen Punkt ein, den bereits viele Expertinnen und Experten genannt haben: KI hat keine eigene, wahre Kreativität. Stattdessen berechnet die Technologie lediglich Wahrscheinlichkeiten und ist somit auf ständigen Input angewiesen. Dadurch ist Künstliche Intelligenz sehr schlecht darin, orthogonal – außerhalb von Mustern – zu agieren und neue, eigene Ansätze zu entwickeln.