Am 28. Juli 2025 ist Laura Dahlmeier bei einem Steinschlag am Leila Peak (Pakistan) tödlich verletzt worden. Die ehemalige erfolgreiche Biathletin, die ihre außergewöhnliche Karriere bereits mit 25 Jahren beendet hatte, konnte im Anschluss nicht mehr geborgen werden, da die Stelle zu schwer erreichbar war. Die Anteilnahme am Tod der 31-Jährigen war groß.
Ihre Heimat, Garmisch-Partenkirchen, widmete ihr den Laura-Dahlmeier-Park (vorher Kurpark Partenkirchen). Nun wird die verstorbene Sportlerin auch national geehrt, in dem sie postum in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen wird. Dort werden besondere Persönlichkeiten des Sports geehrt.
Vier neue Namen für die Hall of Fame des deutschen Sports
Die Hall of Fame des deutschen Sports existiert offiziell seit dem Jahr 2008, ist allerdings der Nachfolger der Goldenen Sportpyramide. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es – inklusive der Neuzugänge – 142 Mitglieder. Laura Dahlmeier ist einer von insgesamt vier neuen Namen für die Ruhmeshalle. Mit ihr zusammen sind dort auch Turner Fabian Hambüchen (38), Schwimmerin Britta Steffen (42) und Ski-Alpin-Fahrer Felix Neureuther (42) aufgenommen worden.
Vor allem für Neureuther dürfte es eine besondere Ehre sein, zusammen mit der verstorbenen Biathletin aufgenommen zu werden. Die beiden kannten sich gut, immerhin ist der Ski-Fahrer mit Dahlmeiers ehemaliger Teamkollegin Miriam Neureuther (geborene Gössner) verheiratet, stammt ebenfalls aus Garmisch-Partenkirchen und wohnt nicht weit von der Familie Dahlmeier entfernt. Nur wenige Monate vor ihrem Tod war Laura Dahlmeier beispielsweise noch in Neureuthers Podcast „Pizza & Pommes“ zu Gast, wo dieser noch witzelte, dass er sie ab und zu auf dem Weg in die Berge hinter seinem Haus sehen würde.

Außergewöhnliche Karriere von Laura Dahlmeier wird gewürdigt
Die vier Sportlerinnen und Sportler, die nun neu in die Hall of Fame aufgenommen wurden, wurden von den drei Trägern vorgeschlagen: der Sporthilfe, dem Deutschen Olympischen Sportbund und dem Verband Deutscher Sportjournalisten. Ihre Aufnahme wurde von prominenten Wegbegleiterinnen und -begleitern moderiert. Im Fall von Laura Dahlmeier war das ihre langjährige Teamkollegin und Freundin Maren Hammerschmidt (36).
Diese sagte über Dahlmeier unter anderem: „Wenn ich an Laura denke, denke ich vor allem an einen Menschen, der immer seinen eigenen Weg gegangen ist und sich trotz allem immer treu geblieben ist.“ Sie erinnert sich an die erfolgreiche Sportlerin als ehrgeizigen, fokussierten und zielstrebigen Menschen, „aber auf der anderen Seite halt auch einfach: die Laura – bodenständig und nahbar, genau das hat sie für mich ausgemacht.“ Dahlmeiers Mut, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, hätte sie zu einer echten Ausnahme-Persönlichkeit gemacht – „nicht nur ihre Erfolge, sondern die Art, wie sie den Sport und die Menschen in ihrem Umfeld geprägt hat.“
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Laura Dahlmeier stieg früh in den Weltcup, die Profi-Liga des Biathlon, ein und ließ schon bei ihrem ersten Rennen in der WM-Staffel von Nove Mesto im Jahr 2013 erahnen, wie groß ihr Potenzial war. Im Laufe ihrer sportlichen Karriere konnte sie dann zahlreiche Erfolge feiern. Zu den größten gehört der Gesamtweltcup-Sieg 2016/17, die Weltmeisterschaft 2017 – bei der sie fünf von sechs Rennen gewinnen konnte – sowie der Doppel-Olympiasieg 2018.

