Der Tod der damals 31-jährigen Laura Dahlmeier hat im vergangenen Jahr viele bewegt. Die Biathlon-Olympiasiegerin, Weltmeisterin und Gesamtweltcup-Siegerin verunglückte Ende Juli 2025 bei einer Klettertour am Laila Peak in Pakistan. Die Anteilnahme am Tod der ehemaligen Biathletin, die nach ihrem Karriereende vor allem als Alpinistin aktiv war, ist bis heute groß.
Darüber hinaus war Dahlmeier auch als Expertin für das ZDF tätig; nun dreht der Sender eine Dokumentation über die verstorbene Ausnahmesportlerin, wie „alpin.de“ und auch die dpa berichten. Der Sender bestätigte, dass dazu bereits Dreharbeiten an verschiedenen Orten laufen. In dem planmäßig etwa 90-minütigen Film über Laura Dahlmeier soll es nicht nur um ihre sportliche Karriere, sondern vor allem auch um ihre Liebe zu den Bergen gehen.
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Die außergewöhnliche Biathlon-Karriere von Laura Dahlmeier
Die in Garmisch-Partenkirchen geborene Dahlmeier war schon als Kind viel in den Bergen unterwegs. Ihre sportliche Karriere begann auch zunächst auf Alpin-Skiern, bevor sie zum Langlauf und zum Biathlon wechselte. Nach einer überaus erfolgreichen Junioren-WM 2013 wurde sie als Ersatzläuferin direkt bei der Weltmeisterschaft in Nove Mesto eingesetzt, wo sie mit einem herausragenden Rennen ihr Debüt in der Staffel feierte. Dabei schoss die 19-Jährige fehlerfrei, ließ auf der Strecke zahlreiche Spitzenathletinnen hinter sich und übergab schließlich in Führung liegend.
Ab da ruhten große Hoffnungen auf der Nachwuchsathletin in der nach Einschaltquoten beliebtesten Wintersportart Deutschlands. Diese konnte Laura Dahlmeier dann vor allem in der Saison 2016/2017 erfüllen. Damals gewann die 23-Jährige nicht nur den Gesamtweltcup, sondern auch jedes Rennen bei der Weltmeisterschaft in Hochfilzen (mit Ausnahme des Sprints, in dem sie mit nur vier Sekunden Rückstand Platz 2 hinter Gabriela Soukalová belegte).

Frühes Karriere-Ende und die Liebe zum Bergsteigen
Bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang 2018 gelang Laura Dahlmeier, trotz eines infektbedingten verkorksten Saisonauftakts, als erster Biathletin überhaupt der Doppelsieg in Sprint und Verfolgung. Im abschließenden Massenstart erreichte sie zudem mit Platz 3 erneut das Podium. Damit konnte sich die damals 24-Jährige einen absoluten Kindheitstraum erfüllen, bevor sie dann im Mai des darauffolgenden Jahres ihr frühes Karriereende bekannt gab.
Dem Sport blieb sie dennoch erhalten. Zum einen als Biathlon-Expertin beim ZDF, zum anderen zunächst im Berglauf, bei dem sie unter anderem an den Berglauf-Langstrecken-Weltmeisterschaften 2019 teilnahm. Darüber hinaus war Laura Dahlmeier stets als Alpinistin aktiv. Die erfahrene Bergsteigerin unternahm zahlreiche Touren, viele davon mit ihrem Vater, Andreas Dahlmeier.
Start der Dokumentation über Laura Dahlmeier noch ungewiss
Im Laufe ihres Lebens bestieg die junge Frau zahlreiche Berge wie den Damawand und den Mont Blanc, teilweise über ausgesprochen anspruchsvolle Routen. Im Jahr 2024 stellte sie zudem einen Rekord als schnellste Frau auf dem Ama Dablam in Nepal auf. 2023 wurde Laura Dahlmeier zur staatlich geprüften Berg- und Skiführerin; ihre Erfahrung und Expertise im Bergsteigen sind entsprechend unbestritten.
Am 28. Juli 2025 wollte Dahlmeier zusammen mit einer Kletterpartnerin den Laila Peak in Pakistan besteigen. Aufgrund eines Wetterumschwungs mussten die beiden allerdings umkehren. Dabei wurde die ehemalige Biathletin von einem Steinschlag getroffen und tödlich verletzt. In den darauffolgenden Tagen unternommene Bergungsversuche schlugen fehl.
Inwiefern die Ereignisse um ihren Tod eine Rolle in der Dokumentation des ZDF spielen sollen, ist bisher nicht bekannt. Auch ein Starttermin ist noch offen.

