Wie hätte man auf der „Titanic“ überleben können? James Cameron gibt überraschende Antwort

James Cameron, der das Titanic-Unglück überaus erfolgreich verfilmt hat, hat sich dabei mit vielen Details beschäftigt. Nun hat er in einem Interview verraten, wie man in der Realität auf dem sinkenden Schiff hätte überleben können.
Wie hätte man auf der „Titanic“ überleben können? James Cameron gibt überraschende Antwort
IMAGO / United Archives
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In der Nacht vom 14. auf den 15 April 1912 ist die Titanic im Nordatlantik mit einem Eisberg kollidiert. In Folge dessen wurde das Schiff so stark beschädigt, dass es sank; fast 1500 Menschen kamen dabei ums Leben. Die Titanic-Katastrophe fasziniert und beschäftigt die Leute auch noch heute, fast 115 Jahre später. Zu diesen Personen gehört auch Star-Regisseur James Cameron, der das Unglück 1997 sehr erfolgreich in die Kinos brachte.

Der Film mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio in den Hauptrollen führte jahrelang die Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten ab, bis er 2009 von Camerons eigenem Film „Avatar“ verdrängt wurde. In einer besonders legendären Szene des Films „Titanic“ liegt Winslets Figur, Rose DeWitt Bukater, auf einer im Wasser treibenden Tür. Damit seine Geliebte überleben kann, harrt DiCaprios Jack Dawson hingegen im eiskalten Meer aus und erfriert schließlich. Fans beschweren sich bis heute über die Szene sodass Cameron ein entsprechendes Experiment durchführen ließ, um zu belegen, dass wirklich nicht genügend Platz auf der Tür gewesen wäre, damit beide überleben. Es gibt allerdings auch Experimente, die das Gegenteil beweisen.

Man kann also durchaus sagen, dass sich James Cameron für seinen Film intensiv mit den realhistorischen Ereignissen rund um das Titanic-Unglück beschäftigt hat. Seine Antwort auf eine Frage, die sich viele beim Zuschauen sicherlich gestellt haben, ist deshalb höchst interessant: Wie hätte man sich am besten verhalten, wenn man damals wirklich dabei gewesen wäre?

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„Titanic“-Regisseur James Cameron mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio beim Dreh des Films
IMAGO / Cinema Publishers Collection

Wer hätte sich getraut, freiwillig von der Titanic ins eiskalte Meer zu springen?

Diese Frage hat der „Hollywood Reporter“ Cameron zu einem Interview anlässlich seines aktuellen Kino-Hits „Avatar 3“ gestellt. Dabei ging es konkret um das Szenario eines alleine reisenden Passagiers der zweiten Klasse auf der Titanic. Damit fallen direkt zwei der besten Rettungsmöglichkeiten weg. Denn bei den Plätzen in den Rettungsbooten wurden Reisende der ersten Klasse und Familien mit kleinen Kindern bevorzugt.

Die Antwort des Regisseurs zeigt wenig überraschend, dass er sich darüber bereits ausführlich Gedanken gemacht hat. „Die meisten Menschen hätten nicht den Mut gehabt, ins Wasser zu springen (…). Aber wenn man sich absolut sicher gewesen wäre, dass es sinkt und man nicht in einem Rettungsboot säße, dann springt man genau in dem Moment ins Wasser neben das Boot, in dem es ablegt.“ Seine Theorie: Die Menschen in den Booten hätten ihn in diesem Fall nicht wirklich ertrinken lassen. Dafür durften sie aber eben noch nicht zu weit weggerudert sein.

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Und Cameron geht sogar noch mehr ins Detail: „Boot Nummer vier wäre dafür gut geeignet gewesen.“ Dass der Regisseur gerade dieses Boot nennt, dürfte daran liegen, dass darüber bekannt ist, dass die Insassinnen und Insassen tatsächlich noch einige Leute aus dem Wasser gezogen haben.