Spannung, düstere Kulissen und dunkle Geheimnisse – Netflix ist mit Thrillern schon oft erfolgreich gewesen. Gute Beispiele dafür sind etwa „Carry-On“, „The Night Agent“, „Squid Game“, „Exterritorial“, „The Gray Man“ oder auch „Haus des Geldes“. Dass der Streaming-Riese sowohl im Serien- als auch im Filmbereich Thriller kann, ist bekannt. Das beweist auch eine neue Produktion aus Spanien, die mit traumhafter Kulisse und einem spannenden Plot lockt.
Die Rede ist von der Miniserie „Jene Nacht“ (im Englischen „That Night“). Seit dem Start am 13. März ist die Serie konstant in den Netflix-Charts zu finden, wo sie ein wenig von „One Piece“ und „War Machine“ überschattet wird. Dennoch zeigen sich viele begeistert von der Produktion, die auf der gleichnamigen Romanvorlage der britischen Autorin Gillian McAllister basiert. Für die Netflix-Adaption wurde jedoch der Ort der Handlung verlegt.

Darum geht es in der Netflix-Serie „Jene Nacht“
Diese spielt nun überwiegend in der Dominikanischen Republik, wo Cris (Paula Usero) ein Tierheim eröffnet hat. Die junge Frau bekommt schließlich Besuch von ihren beiden Schwestern Paula (Claudia Salas) und Elena (Clara Galle) sowie Elenas neugeborener Tochter Ane. Der Besuch wird schließlich von einem Todesfall überschattet, als Elena den Polizisten Will (Jonathan Maravilla Alonso) mit ihrem Auto überfährt – und zwar in jener Nacht, die titelstiftend für die Serie wird. Nach der Tat ruft sie ihre Geschwister an, für die sich schnell die Frage stellt, wie weit sie bereit sind, für ihre Schwester zu gehen.
Die gesamte Handlung dreht sich darum, die Geschehnisse um den Tod des Polizisten, aber auch ein Geheimnis aus der Vergangenheit der drei Schwestern schrittweise zu enthüllen. Dabei wird auf drei Zeitebenen erzählt: Zum einen etwa ein Jahr vor der Tat, dann zum Zeitpunkt der Tat selbst und schließlich 23 Jahre später, als die inzwischen erwachsene Ane (Alícia Falcó) herausfinden möchte, was wirklich passiert ist.

Die Reaktionen auf die spanische Miniserie fallen gemischt aus
Der Mix aus Familiendrama, Thriller und Krimi kommt beim Publikum offenbar recht gut an. „Die Dramatik und Spannung dieser Serie haben mir sehr gut gefallen. Die Geschichte wirkte originell und fesselnd, auch wenn sie mich wegen des dunklen Geheimnisses, das die Figuren verbindet, manchmal an 'Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast' erinnert hat“, schreibt etwa eine Zuschauerin auf IMDb, wo die Netflix-Serie aktuell eine Bewertung von 5,5 Sternen hat. Die Serie beginne zwar als spannungsgeladener Thriller, entwickele sich aber zu einem weitaus eindringlicheren Familiendrama, „das auf wunderschöne und zugleich schmerzhafte Weise den Wert familiärer Loyalität hinterfragt“, heißt es bei „Collider“.
Kritik gibt es allerdings daran, dass die Netflix-Serie mehrere Stereotype bedienen und dabei viel Potenzial liegen lassen würde. Und auch die englische Synchronisation gefällt nicht allen. Einige empfehlen deshalb englischsprachigen Zuschauerinnen und Zuschauern, „Jene Nacht“ eher im Original mit Untertiteln zu schauen.
