Seit Tagen steht ein Film an der Spitze der Netflix-Charts, der nicht von dort zu verdrängen ist: „War Machine“. Seit seinem Start am 6. März rangiert er in mindestens 86 Ländern auf Platz 1, mehrfach sogar in 92 Ländern und damit in allen relevanten Märkten. Immer mehr zeichnet sich dabei ab, dass der Sci-Fi-Film mit „Reacher“-Star Alan Ritchson in der Hauptrolle für Netflix zum absoluten Überflieger werden könnte.
Dabei ist vor allem eine erreichte Marke bemerkenswert: Innerhalb von drei Tagen wurde „War Machine“ 39,3 Millionen Mal aufgerufen. Nur ein Film war in diesem besser: der Action-Titel „The Rip“. Das ist absolut rekordverdächtig und lässt auch bekannte Netflix-Hits wie „Damsel“ hinter sich. Der Fantasy-Titel mit „Stranger Things“-Star Millie Bobby Brown hält aktuell einen Top-10-Platz in der ewigen Bestenliste von Netflix (Stand: 12. März 2026) – Ähnliches könnte also auch „War Machine“ gelingen. Allerdings wäre es für das Genre nicht untypisch, wenn die Streaming-Zahlen nach einem starken Start deutlich abflachen.

Darum geht es im Netflix-Hit „War Machine“
In dem Film dreht sich alles um ein Boot Camp der US Army Rangers, an dem auch Rekrut 81 (Alan Ritchson) teilnimmt. Ziel des Camps ist es, eine Einheit von Elite-Kriegern auf die Beine zu stellen, die einer besonderen Herausforderung entgegentreten sollen, die den ganzen Planeten bedroht. Dafür müssen sie ein hartes Überlebenstraining absolvieren und 81 muss sich zudem seiner traumatischen Vergangenheit stellen.
Das Konzept von Netflix' „War Machine“ ist keinesfalls neu. Aber in der Mischung aus Vergangenheitsbewältigung, knallender Action und konkreter, aktueller Bedrohung liegt auch ein Teil des enormen Start-Erfolgs des Films begründet. Dass das für den Streaming-Riesen erfolgreich sein kann, haben beispielsweise „Back in Action“, „The Gray Man“ oder auch „Tyler Rake: Extraction“ bereits bewiesen. Dieser Mix und ein ansonsten recht leerer Veröffentlichungskalender bei Netflix dürften für die enormen Abrufzahlen sorgen.
Auch bei anderen Streaming-Diensten sah es in den vergangenen Tagen recht mau aus, die Konkurrenz ist also spärlich. Zudem hat Netflix mit Alan Ritchson wieder einen großen Namen auf der Besetzungsliste – ebenfalls ein bewährtes Erfolgsrezept des Anbieters. Dennoch sind die Zahlen bemerkenswert, zumal „War Machine“ auch nach dem starken Auftakt am Wochenende seine Spitzenposition in den Charts noch nicht verloren hat.

Bekommen wir eine Fortsetzung des Action-Krachers?
Bei IMDb hält der Film im Moment eine Wertung von 6,4 Sternen. Ähnlich sehen die Wertungen bei Rotten Tomatoes aus, wo die Kritiker 67 Prozent und das Publikum 71 Prozent vergeben haben. Dabei sind sich die meisten in ihren Bewertungen einig, dass die Stärken von „War Machine“ in seiner kurzweiligen und spaßigen Action liegen. Viele loben zudem die Leistung von Hauptdarsteller Alan Ritchson.
Kritik gibt es hingegen an der Vorhersehbarkeit des Drehbuchs, das altbewährte Stereotype bedienen soll. Besonders bei der Qualität des CGI gehen die Meinungen weit auseinander. Während sich das eine Lager sehr zufrieden zeigt, gibt es von der Gegenseite teilweise heftige Kritik. Regisseur Patrick Hughes („The Expendables 3“, „Red Hill“, „Killer's Bodyguard“) zeigte sich im Übrigen begeistert von der Idee einer Fortsetzung.
Im Interview mit „Screen Rant“ sprach der Australier darüber, dass er noch Ideen für acht weitere Filme habe. Der jetzt bei Netflix zu sehende „War Machine“ stehe allerdings absolut für sich selbst, auch wenn er die Basis für ein ganzes Franchise legen könnte. Ob es tatsächlich dazu kommt, dürften die kommenden Wochen entscheiden; noch hat sich Netflix diesbezüglich nicht geäußert.
