Kenneth Branagh, Gal Gadot, Emma Mackey, Rose Leslie, Armie Hammer – dieser Cast kann sich absolut sehen lassen. Netflix-Abonnentinnen und -Abonnenten können sich dieses Star-Aufgebot gerade im Krimi-Blockbuster „Tod auf dem Nil“ anschauen. Obwohl der Film bereits 2022 in den Kinos lief, taucht er jetzt plötzlich in den Streaming-Charts auf und zeigt damit ein Phänomen auf, das schon vielfach zu beobachten war.
Darum geht es in „Tod auf dem Nil“ bei Netflix
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman-Klassiker von Krimi-Ikone Agatha Christie, der bereits im Jahr 1978 mit hochkarätiger Besetzung verfilmt wurde. Schauspieler und Regisseur Kenneth Branagh verfilmt allerdings seit 2017 die Hercule-Poirot-Werke der Autorin teilweise neu, wobei er auch die Hauptrolle als exzentrischer Detektiv mit Riesen-Schnäuzer übernimmt.
Der Titel von „Tod auf dem Nil“ bezieht sich auf die reiche Erbin Linnet Ridgeway-Doyle (Gal Gadot). Diese möchte mit ihrem frischgebackenen Ehemann Simon (Armie Hammer) und einer kleinen Gesellschaft ihre Hochzeitsreise genießen. Dabei werden sie allerdings von Simons ehemaliger Geliebten Jacqueline de Bellefort (Emma Mackey) verfolgt, die zudem eine frühere Freundin von Linnet ist. Diese droht nun, dem Paar oder auch sich selbst etwas anzutun.
Um Schlimmeres zu verhindern, wird Hercule Poirot (Kenneth Branagh) engagiert, der die Gesellschaft auf einem luxuriösen Dampfer auf dem Nil ergänzen soll. Allerdings kann der Detektiv nicht verhindern, dass Linnet an Bord erschossen wird. Ausgerechnet Jacqueline, die Person mit dem stärksten Motiv, hat jedoch ein stichfestes Alibi. Im Laufe der Ermittlungen stellt er fest, dass viele der Mitreisenden ihre eigenen Geheimnisse haben – und theoretisch fast jeder an Bord einen Grund gehabt hätte, die reiche Erbin zu töten.

Netflix gibt Filmen und Serien die größtmögliche Plattform
Nach „Mord im Orient Express“ (2017) ist „Tod auf dem Nil“ (2022) die zweite Agatha-Christie-Verfilmung von Kenneth Branagh. 2023 folgte zudem „A Haunting in Venice“ (der Film wurde auch in Deutschland mit englischem Titel veröffentlicht). Ein weiterer Film wurde noch nicht angekündigt, gilt aber als durchaus wahrscheinlich.
Zuvor war „Tod auf dem Nil“ bereits im Streaming-Abo zu sehen, und zwar bei Disney+. Dort sind auch die anderen Teile der Reihe abrufbar. Jetzt ist der Krimi allerdings erstmals auf Netflix gelandet und kommt dort ausgesprochen gut an. Obwohl er bereits vier Jahre alt ist, stand er zwischenzeitlich in mehreren Ländern auf Platz 1 der Streaming-Charts.
Global gesehen reichte das kurzzeitig sogar für Platz 3 bei Netflix, direkt hinter deutlich prominenter beworbenen Eigenproduktionen wie „Deseo – Verlangen“. Das zeigt einmal mehr die Marktmacht von Netflix und seinem Algorithmus. Was bei dem Streaming-Dienst landet und sichtbar gemacht wird, sehen Millionen. Das zeigte sich unter anderem in jüngerer Vergangenheit bei der Serie „Absentia“ oder auch bei dem Film „Sleepers“ aus dem Jahr 1996.
Lohnt sich „Tod auf dem Nil“ im Stream?
Viele dürften zumindest einige Werke von Agatha Christie und ihre Verfilmungen kennen. Dennoch empfehlen auch Zuschauerinnen und Zuschauer, die bereits um die Handlung in „Tod auf dem Nil“ wissen, die Verfilmung von Kenneth Branagh. Der Ire ist vor allem für seinen visuellen Stil bekannt, der auch in diesem Krimi zur Geltung kommt und sich oft durch prächtige Farben, Opulenz und eine gewisse Symmetrie auszeichnet.
Bei IMDb kommt der Film auf gute 6,3 Sterne. Auf Rotten Tomatoes vergaben Kritikerinnen und Kritiker 62 Prozent, während das Publikum mit 82 Prozent deutlich besser bewertete. Dabei loben viele besagten Stil des Regisseurs und die Ausstattung des Films. Auch der hochkarätige Cast von „Tod auf dem Nil“, der neben den bereits genannten Personen unter anderem noch Tom Bateman, Annette Bening, Letitia Wright oder auch Russell Brand umfasst, kann überzeugen.
Zuschauerinnen und Zuschauer loben zudem die fesselnde Erzählweise, während es mitunter Kritik am langsamen Tempo und dem Einsatz von CGI gibt. Auch eine fehlende Charakterentwicklung wird stellenweise bemängelt. Alles in allem kommt der Film allerdings in vielen Punkten positiv weg und eine Zuschauerin fasst unter anderem zusammen: „Einfach wunderschön, ich habe jede Minute genossen.“

