Neue Netflix-Serie stößt „Stranger Things“ vom Thron – „Großartig und frustrierend zugleich“

Nur wenige Tage nach dem Serienfinale ist „Stranger Things“ seine Spitzenposition in den Charts schon wieder los. Dort thront jetzt eine Thriller-Serie, die vom Publikum heftig diskutiert wird.
Neue Netflix-Serie stößt „Stranger Things“ vom Thron – „Großartig und frustrierend zugleich“
Netflix
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Die Netflix-Charts wurden in den vergangenen Wochen von „Stranger Things“ dominiert. Kein Wunder, immerhin ist nicht einfach nur eine neue Staffel der extrem beliebten und erfolgreichen Serie erschienen – es war auch noch das Finale. In der Nacht auf den 1. Januar ist die letzte Folge erschienen. Die Aufmerksamkeit war so groß, dass die Netflix-Plattform in den USA sogar kurzzeitig zusammenbrach. Doch schon wenige Tage später setzt sich eine andere Serie durch, die der Blockbuster-Produktion den Rang abläuft: „Run Away“, im Deutschen „Suche mich nicht“.

Zwar führt in den USA weiterhin „Stranger Things“. In vielen anderen wichtigen Märkten – darunter auch Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich – hat die neue Thriller-Serie allerdings bessere Abrufzahlen erreicht. So steht sie aktuell in insgesamt 37 Ländern auf Platz 1 der Charts. Gänzlich überraschend kommt dieser Erfolg nicht. Die Serie „Suche mich nicht“ basiert nämlich auf dem gleichnamigen Roman des Schriftstellers Harlan Coben. Der US-amerikanische Thriller-Autor gilt nicht nur in seiner Branche als enorm erfolgreich. Die Adaption seiner Werke hat Netflix zudem schon einige Hits beschert, darunter etwa „In ewiger Schuld“ oder „Ich vermisse dich“.

Szene aus der Netflix-Serie „Run Away“ mit James Nesbitt
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Darum geht es in der neuen Thriller-Serie „Suche mich nicht“ bei Netflix

Wie so oft in Geschichten von Harlan Coben ist auch in „Suche mich nicht“ ein scheinbar perfektes Familienleben der Ausgangspunkt. Im Fall der neuen Netflix-Serie dreht es sich um das Leben von Simon Greene (James Nesbitt). Es gerät jedoch komplett aus den Fugen, als seine älteste Tochter Paige (Ellie de Lange) verschwindet. Sie wird schließlich in einem Park wiedergefunden, scheint jedoch komplett ausgewechselt, ist verletzt und läuft davon. Simon und seine Frau Ingrid (Minnie Driver) vermuten dahinter den Freund ihrer Tochter. Als dieser tot aufgefunden wird, beginnen verschiedene Ermittlungen. Simon möchte herausfinden, was mit seiner Tochter passiert ist, während die Polizei unter der Leitung von Isaac Fagbenle (Alfred Enoch) gegen ihn wegen Mordes ermittelt. Und dann gibt es da noch die Privatdetektivin Elena Ravenscroft (Ruth Jones), die einer größeren Sache auf der Spur zu sein scheint.

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Bei IMDb fallen die Kritiken zu der Netflix-Serie mit 7,1 ausgesprochen positiv aus. Das Bild bei Rotten Tomatoes ist hingegen deutlich kontroverser. Während die professionellen Kritiken einen Zustimmungswert von 76 Prozent generieren, liegt die Publikumswertung nur bei 45 Prozent. Das dürfte vor allem daran liegen, dass die Meinungen teilweise stark auseinandergehen. So gibt es zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer, die die Netflix-Serie großartig fanden, aber auch viele, die ihr überhaupt nichts abgewinnen konnten. Nur wenige bewerten sie als „durchschnittlich“.

Ein Hauptkritikpunkt bezieht sich dabei auf die vielen, parallel erzählten Handlungsstränge, die einige als verwirrend empfinden. Und auch das Ende stößt nicht überall auf Zustimmung. Vielfach gelobt werden hingegen das Schauspiel von Hauptdarsteller James Nesbitt sowie der allgemein düstere Ton der Netflix-Serie „Suche mich nicht“.

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