Pangaea, teilweise auch Pangäa geschrieben, war ein sogenannter Urkontinent, der alle Landmassen des Planeten umfasste. Deshalb wird er auch als letzter Superkontinent bezeichnet, der von einem einzigen großen Ozean umgeben war. Die Welt sah dementsprechend noch so anders aus, dass man sich das Ganze heute kaum noch vorstellen kann. Ein „Reddit“-Nutzer hat allerdings auf Basis vorhandener Informationen über diese Zeit vor vielen Millionen Jahren eine alternative Weltkarte erstellt.
Auch interessant: Wo landet man, wenn man ein Loch quer durch die Erde gräbt? Karte zeigt es
Auf dieser wurden unsere heutigen Kontinente so aneinandergeschoben und positioniert, wie sie es ungefähr vor der plattentektonischen Verschiebung gewesen sein müssten. Dabei wurden allerdings die heutigen Staatsgrenzen beibehalten. Es handelt sich also nicht um ein akkurates Modell, aber um ein mindestens spannendes Gedankenexperiment. Dadurch ergeben sich nämlich plötzlich ganz neue Nachbarländer, was die heutige geopolitische Lage komplett auf den Kopf stellen würde.

So könnte ein einziger großer Pangaea-Kontinent mit heutigen Landesgrenzen aussehen
Interessant wird dieses alternative Pangaea vor allem für Länder mit einer breiten Meeresküste. Dabei ist die Westküste Amerikas die übergreifend westliche Grenze. Ostafrika sowie Süd-Eurasien bilden das östliche Gegenstück. Japan grenzt hingegen ganz im Norden an Russland und China, im Süden haben sich sowohl die Antarktis als auch Australien dem Pangaea-Kontinent angeschlossen und grenzen damit beispielsweise an Tibet und Indien.
Brasilien hat Namibia, Angola, Nigerien und viele weitere afrikanische Staaten als Nachbarn. Portugal teilt sich hingegen eine Grenze mit Kanada und Grönland. Für Deutschland ändert sich wenig, generell rücken aber auch die europäischen Staaten auf der fiktiven Karte näher zusammen. So ist Großbritannien direkt neben Frankreich Teil des Festlands, wobei eine Verbindung zu Irland, Norwegen und auch Island stattgefunden hat. Südlich der Schweiz und Österreich liegt hingegen der Ozean. Slowenien, Kroatien und andere Länder am Adriatischen Meer bilden hingegen einen weiteren Abschnitt der Ostküste bis nach unten zur Türkei, deren Landmasse unter anderem an Zypern, Ägypten und Libyen grenzt.
In einigen hypothetischen Weltuntergangsszenarien spielt Pangaea immer noch eine Rolle. So erstellten etwa Forscherinnen und Forscher der Universität Bristol eine Simulation, in der es bei der Bildung eines „Paldaea Ultima“-Kontinents zu Massensterben kommt.
