Polizei sucht Zeugen: Mitarbeiter stirbt, nachdem er auf Oktoberfest eingequetscht wurde

Auf dem Münchner Oktoberfest ist es zu einem tödlichen Unfall gekommen, bei dem ein Security-Mitarbeiter ums Leben kam. Die Polizei sucht nun im Rahmen der Ermittlungen nach Zeugen des Vorfalls.
Polizei sucht Zeugen: Mitarbeiter stirbt, nachdem er auf Oktoberfest eingequetscht wurde
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Seit vergangenem Wochenende wird in München wieder das größte Volksfest der Welt gefeiert. Neben den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern gibt es auch jede Menge Personal auf dem Oktoberfest, das für Sicherheit sorgt. Ein Mitarbeiter ist nun allerdings bei einem schweren Unfall am gestrigen Abend lebensbedrohlich verletzt worden. Anschließend starb er im Krankenhaus.

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Der Vorfall ereignete sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge am Montagabend kurz vor 22 Uhr. Der 52-Jährige wurde dabei offenbar an einem Fahrgeschäft eingequetscht, wobei er sich schwerste Verletzungen zuzog.

Oktoberfest-Mitarbeiter von Gondel tödlich verletzt

Auf dem Oktoberfest ist es schon lange üblich, dass man neben dem Verkauf von Essen und Trinken zahlreiche Attraktionen besuchen kann. Vor allem an der östlichen Seite (Richtung Bavariaring und Esperantoplatz) der Wiesn findet man auch zahlreiche Fahrgeschäfte. Von offizieller Seite ist von mehr als „130 Schaustellerbetrieben“ die Rede.

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So gibt es beispielsweise ein als Wellenflug bezeichnetes Kettenkarussell, das bekannte Willenborgs Riesenrad, eine Achterbahn oder auch den Flip Fly, eine Riesen-Schiffschaukel. Der Unfall soll sich an einer als „Hangover“ bekannten Attraktion ereignet haben, bei der es sich um einen Free-Fall-Turm handelt. Bei der Fahrt werden die Besucherinnen und Besucher in einer sich drehenden Gondel in die Höhe gezogen, ausgeklinkt und stürzen dann mit etwa 85 km/h im freien Fall nach unten.

Von dieser in die Tiefe stürzenden Gondel wurde nun offenbar der 52-jährige Sicherheitsmann getroffen. Ersten Erkenntnissen zufolge hätte er sich in diesem Bereich aus Sicherheitsgründen nicht aufhalten dürfen. Nach dem Vorfall wurde der Bereich um den „Hangover“ weiträumig abgesperrt.

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Freifallturm Hangover - The Tower auf dem 190. Oktoberfest 2025
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Polizei sucht nach Zeugen und Videomaterial

Die Polizei ermittelt nun zu dem Vorfall, um herauszufinden, wie genau es zu dem tödlichen Unfall kommen konnte. Schon vor Ort wurden unmittelbare Augenzeuginnen und -zeugen befragt, allerdings sucht die Kripo nach weiteren Hinweisen und bittet dafür um Mithilfe. In der Verantwortung ist dabei das für Betriebsunfälle zuständige Kommissariat 13 der Münchner Kriminalpolizei.

Dabei geht es vor allem um Personen, die möglicherweise Videos des Unfallgeschehens gemacht haben – auf einer großen Veranstaltung wie dem Oktoberfest keine Seltenheit. Wer über entsprechendes Videomaterial verfügt, das gegebenenfalls helfen kann, die Abläufe zu rekonstruieren, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 089/2910-0 zu melden.

Es ist bereits der zweite Unfall auf dem Oktoberfest in diesem Jahr rund um Fahrgeschäfte. Bereits am Samstag kam ein Drehkarussell außerplanmäßig zum Stehen. Zahlreiche Gäste mussten dabei mehrere Minuten teils kopfüber in der Attraktion ausharren; der Grund war offenbar ein defekter Sensor. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.