Insider verraten: Dieses Verhalten im Hotel hasst das Personal am meisten

Unordnung, Unhöflichkeit oder Beschwerden – es gibt einige Dinge, die das Hotelpersonal besonders nervig findet. Dabei gibt es einige No-Gos, die man unbedingt vermeiden sollte.
Insider verraten: Dieses Verhalten im Hotel hasst das Personal am meisten
iStock / Hispanolistic

Während die meisten Hotelgäste ruhig und zurückhaltend sind und einfach ihren Aufenthalt genießen wollen, ist das leider nicht bei allen der Fall. Dabei gibt es einige Verhaltensweisen, die für das Personal einfach nur nervig sind. Andere haben allerdings so große Auswirkungen auf die Hotel-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, dass sie regelrecht verhasst sind.

Naturgemäß existieren Unterschiede zwischen den einzelnen Bereichen. Während sich etwa das Reinigungspersonal von bestimmten Hinterlassenschaften der Gäste besonders gestört fühlt, sind es bei Rezeptionistinnen und Rezeptionisten eher generelle Verhaltensweisen. Wer nicht unangenehm auffallen möchte, sollte sich deshalb an bestimmte Regeln halten.

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Unordnung kostet das Hotelpersonal unnötig Zeit

Wie Insider aus der Branche im Reiseportal „Travelbook“ verraten, kann etwa Unordnung im Zimmer das Reinigungspersonal vor unnötige Herausforderungen stellen. Dabei geht es nicht um normale Unordnung oder Verschmutzung, deren Beseitigung zum Job der Angestellten gehört.

Allerdings ist vor allem das Herumliegen von Sachen auf Oberflächen ein großes Problem, da das Hotelpersonal dann unnötig Zeit mit dem Sortieren der Sachen verschwenden muss, um die Oberflächen darunter reinigen zu können. Wer seine Sachen also im Koffer oder in den Schränken und Schubläden aufbewahrt, tut dem Personal einen großen Gefallen.

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Auch Wertsachen sollte man dem Personal zuliebe nicht herumliegen lassen. Räumt dieses hochpreisige Gegenstände für die Reinigung an andere Stellen, kann das schnell zu Missverständnissen führen.

Reinigungskraft putzt in einem Hotel den Badspiegel, während sie ein paar Handtücher hält
iStock / standret

Auch gut gemeintes Verhalten kann Probleme verursachen

Zudem sollte man sich vor Augen führen, dass vor allem beim Einsatz von Fremdfirmen faktisch pro Zimmer bezahlt wird oder eine Zimmerquote pro Stunde gilt. Das führt zum einen dazu, dass stark verschmutzte Zimmer unnötig Zeit kosten, die de facto nicht bezahlt wird. Zum anderen kann auch gut gemeintes „Nicht-Reinigen-Lassen“ der Hotelzimmer dann dazu führen, dass den Reinigungskräften ihr Lohn entgeht.

Abgesehen davon gilt beim Verlassen des Zimmers ein übliches Maß an Anstand. Dazu gehört, seine Hinterlassenschaften in der Toilette gründlich herunterzuspülen und unappetitliche Dinge wie benutzte Kondome oder Hygieneartikel ordnungsgemäß im Müll zu entsorgen – leider keine Selbstverständlichkeit, wie Insider immer wieder betonen.

Höfliche und klare Kommunikation ist das A und O

Darüber hinaus hat etwa ein Rezeptionist im Gespräch mit „Focus Online“ verraten, dass einige Hotelgäste bei ihrem Aufenthalt offenbar die einfachsten Regeln der Höflichkeit vergessen. Für Angestellte, deren Job es ist, den ganzen Tag rücksichtsvoll und höflich zu agieren, kann es deshalb frustrierend sein, wenn sogar von einem simplen „Bitte“ oder „Danke“ abgesehen wird.

Was zudem beim Personal auf wenig Gegenliebe stößt, sind aufwändige Extrawünsche, vor allem wenn diese im Vorfeld nicht angegeben wurden und im Nachhinein nicht vergütet werden. Als Klassiker gilt das „Frühstück aufs Zimmer“. Dabei gibt es wohl bei einigen Gästen eine übertriebene Anspruchshaltung: „Nur, weil jemand für das Zimmer bezahlt, heißt das nicht, dass er das Personal wie Dienstboten aus dem 18. Jahrhundert behandeln darf“, ärgert sich ein Hotelangestellter auf Reddit.

Was zudem beim Personal besonders unbeliebt ist: die zu frühe Anreise und die zu späte Abreise. Der Ablauf ist in den meisten Betrieben klar durchgetaktet, weshalb die entsprechenden Zeiten auch immer klar kommuniziert werden. Wer sich nicht daran hält, verursacht unnötiges Chaos.

Mann diskutiert an einer Hotel-Rezeption mit einer Mitarbeiterin
iStock / Jacob Wackerhausen

Niemand mag Hotelgäste, die sich aus Prinzip beschweren

Was offenbar auch immer wieder vorkommt: Gäste, die sich über Lärm beschweren, auf den das Hotel keinerlei Einfluss hat, wie etwa Konzerte oder Bauarbeiten in der Nähe. Gleiches gilt für Besucherinnen und Besucher, die – unter anderem deshalb – unbedingt einen Preisnachlass erwirken wollen.

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So berichtet eine Hotel-Angestellte, dass für sie die schlimmsten Gäste jene seien, „die wissen, dass sie etwas nicht bezahlen müssen, wenn sie sich nur beschweren. Sie machen so lange weiter, bis man ihnen etwas anbietet, das sie von ihrer Rechnung abziehen können.“ Einige greifen dabei auch zu kreativen Methoden und beschädigen mutwillig die Einrichtung.