Wer ein Flugzeug betritt, sucht sich nach dem Begrüßen der Crew am Eingang in der Regel als erstes seinen ausgewiesenen Platz. Anschließend werden eventuelle Handgepäcksstücke verstaut und der Sitz belegt, indem man es sich bequem macht. Und bereits im Rahmen dieser wenigen Schritte machen offenbar viele Fluggäste einen entscheidenden Fehler, vor dem eine erfahrene Flugbegleiterin im Gespräch mit der „Frankfurter Rundschau“ warnt.
Die Flugbegleiterin hat bereits auf mehr als 100 Flügen gearbeitet und sie berichtet, dass sich viele dem Fehler und der möglichen Folgen überhaupt nicht bewusst seien. Dabei geht es nämlich darum, wo man sein Handgepäck genau verstaut. Das klassische Handgepäck besteht aus einem genormten kleinen Gepäckstück, in dem man das Nötigste bei sich hat. Viele führen darüber hinaus auch noch einen kleinen Rucksack oder eine Handtasche mit sich – und genau da entsteht das Problem.

Flugbegleiter sind neben dem Service vor allem für die Sicherheit an Bord zuständig
Der Flugbegleiterin zufolge sei es nämlich Gang und Gäbe, dass diese kleinen Stücke zusammen mit dem gängigen Handgepäck in den Fächern über den Sitzen verstaut würden. Dafür seien diese allerdings nicht gedacht. Stattdessen sollte man einen kleinen Rucksack oder auch seine Jacke besser unter dem Vordersitz verstauen. Denn die Gepäckfächer über den Köpfen der Passagierinnen und Passagiere seien deshalb häufig viel zu voll.
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Das kann zu erheblichen Verzögerungen im Ablauf führen. Denn für einen sicheren Abflug müssen die Fächer fest verschlossen sein. Ist das aus Platzgründen nicht der Fall müssen größere Gepäckstücke doch noch in den Frachtraum gebracht werden. Das kann im Zweifel den gesamten Betrieb aufhalten. Die Crew versuche, der Problematik mit entsprechenden Durchsagen zu begegnen, die von vielen Fluggästen allerdings nicht wahrgenommen würden. Wer einen reibungslosen Ablauf gewährleisten möchte, sollte deshalb kleinere Gepäckstücke unter dem Sitz vor sich verstauen, dann kommt man zudem schneller an die eingepackten Sachen. Einzige Ausnahme für diese Regelung bilden die Plätze am Notausgang.
