Aldi ist als Discounter für niedrige Preise bekannt. Das bezieht sich im Vergleich zu regulären Supermärkten auf viele Produkte, aber auch innerhalb der eigenen Angebotspalette gibt es teilweise deutliche Preisunterschiede. So ist die Ware, die unter dem Namen von Aldi-Eigenmarken verkauft wird, oft noch einmal günstiger.
Dabei ist es kein Geheimnis, dass hinter No-Name-Produkten teilweise große Marken stehen. Kundinnen und Kunden bekommen so teilweise fast denselben Inhalt wie bei einem teuren Markenprodukt, bezahlen aber deutlich weniger dafür. Wie sieht das Ganze bei Aldi und seinen Eigenmarken aus?
Aldi-Eigenmarken, hinter denen ein großer Name steckt
Obwohl Aldi Nord und Süd eigenständige Discounter mit eigenem Sortiment sind, arbeiten sie bei den Eigenmarken zusammen. Davon gibt es bei dem Discounter übergreifend etwa 100 in nahezu allen Produktkategorien. Hinter vielen dieser kaum bekannten Marken stehen große Konzerne, deren Produkte in anderen Läden teilweise deutlich mehr kosten, obwohl sie sich inhaltlich kaum oder sogar überhaupt nicht unterscheiden. Hier kommen einige Beispiele:
- Biscotto: Bahlsen (u.a. Leibniz)
- Choceur: WiHa GmbH (gehört zu Storck; u.a. Knoppers und Toffifee)
- Hofburger: Zott und Hochland
- Milsani: Arla und Müllermilch
- Mucci: Froneri Ice Cream (u.a. Mövenpick und Milka; gehört zum Teil zu Nestlé)
- Sweetland: Katjes
- Tandil: Frosch

Aldis Billig-Schokolade kommt von einem bekannten Hersteller
Das Geflecht zwischen Eigenmarken und den dahinter stehenden Firmen ist oft kompliziert. Ein Beispiel: Bei Aldi kann man zahlreiche Schokoladen-Artikel der Marke „Choceur“ kaufen. Dazu gehören unter anderem die Nussbeisser-Schokolade, Milch-Mäuse, Belgische Meeresfrüchte und noch vieles mehr. Dahinter steht die recht unbekannte WiHa GmbH, wie unter anderem die „Markendetektive“ auf dem gleichnamigen Instagram-Account erklären.
Dabei handelt es sich wiederum um eine Tochterfirma von Storck beziehungsweise der August Storck AG, einem der bekanntesten Süßwarenhersteller der Welt, der seit seiner Firmengründung im Jahr 1903 in Deutschland sitzt. Man kann also von einem echten deutschen Traditionsunternehmen sprechen, das zudem viele bekannte Marken führt:
- Bunte Welt
- Dickmann's
- Knoppers
- Mamba
- Merci
- Nimm2
- Riesen
- Toffifee
- Werther's Original
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Wie lässt sich der Preisunterschied erklären?
Teilweise stammen die No-Name- und die Markenprodukte sogar aus demselben Werk, dennoch gibt es teilweise erhebliche Preisunterschiede. Diese lassen sich nicht pauschal erklären, zumal der Vergleich zwischen den beiden Produktgruppen teilweise recht unterschiedlich ausfällt. Einige Dinge kann man mit Blick auf die Zutatenliste 1:1 vergleichen, andere wiederum nicht.
Der höhere Preis bei den Markenprodukten kommt unter anderem durch das Marketing zustande, das die Kundinnen und Kunden am Ende mitbezahlen. Aber auch ein Mengenrabatt spielt eine Rolle. Statt in kleineren Mengen – und oft über Zwischenhändler – bestellen Discounter ihre Eigenmarken direkt beim Hersteller und das dann auch in größeren Mengen. Auf diese Weise können sie die Ware günstiger einkaufen und entsprechend geringere Preise anbieten.
Aldi ist auch bei Weitem nicht der einzige Discounter, der auf eine entsprechende Taktik zurückgreift. Und auch in gängigen Supermärkten stecken hinter den günstigeren Eigenmarken oft bekannte Namen.

