25 Jahre nach 9/11: Wie Ground Zero heute noch spürbar ist

Auf den Tag genau vor 25 Jahren verübten Terroristen einen Anschlag auf das World Trade Center in New York, der heute vor allem als „9/11“ bekannt ist. Ein Vierteljahrhundert später kämpfen viele immer noch mit den Folgen – und auch mit gesundheitlichen Problemen.
25 Jahre nach 9/11: Wie Ground Zero heute noch spürbar ist
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Am heutigen 11. September 2026 jährt sich ein trauriges Ereignis zum 25. Mal. Denn am 11. September 2001 – heute vor allem als „9/11“ bekannt – steuerten Terroristen von Al Kaida zwei Flugzeuge in das World Trade Center in New York und brachten dessen beide Türme zum Einsturz. Zudem wurden noch zwei weitere Flugzeuge entführt, von denen eines ins Pentagon bei Washington gesteuert und das andere aufgrund des Eingreifens der Passagierinnen und Passagiere an Bord in offenem Gelände zum Absturz gebracht wurde.

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Bei den Anschlägen wurden am Ende 2.977 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Jahre später zeigte sich zudem, dass die Personen, die vor Ort waren – auch die vielen Helferinnen und Helfer – mit gesundheitlichen Problemen kämpfen, die im Zusammenhang mit der giftigen Luft stehen.

Denn durch den Flugzeugabsturz und die beschädigten Gebäude gelangten Asbest und andere Giftstoffe in die Luft, was zahlreiche Spätfolgen verursachte. Aktuelle Entwicklungen zeigen, welche Spuren die Anschläge in den USA und der gesamten Welt hinterlassen haben, die heute noch spürbar sind.

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Zehntausende 9/11-Helfer sind inzwischen schwer erkrankt

Aktuell sorgt in den USA nicht nur der Jahrestag von 9/11 für Wirbel, sondern auch eine Ankündigung von New Yorks amtierendem Bürgermeister, Zohran Mamdani. Dieser hat vor wenigen Tagen bekannt gegeben, dass die Stadt von den gesundheitlichen Risiken durch die verpestete Luft wusste und sie absichtlich verharmloste. Belegen möchte Mamdani das mit Dokumenten, die er der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen will.

Nach den Anschlägen eilten zahlreiche Helferinnen und Helfer an den Ort des Geschehens, der Ground Zero genannt wird. Zehntausende von ihnen leiden heute an diversen Erkrankungen. So wird immer wieder von Haut- und Lungenkrebs sowie anderen Krebsarten berichtet. Dazu kommen häufig Spätfolgen wie chronisches Asthma und Lungenfibrose. Viele leiden zudem an Depressionen und PTBS, sogar ein Zusammenhang mit einem erhöhten Demenzrisiko konnte in einer Studie 2024 festgestellt werden.

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9/11 Symbolbild: Trümmer des Ground Zero sechs Tage nach dem Anschlag im Jahr 2001
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Risiko verharmlost und Informationen vertuscht?

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde starben im Nachgang von 9/11 noch einmal mehr als 9.400 Menschen durch Erkrankungen, die durch den Staub und den Rauch nach dem Einsturz des World Trade Centers verursacht wurden. Der Vorwurf lautet nun, dass viele dieser Todesfälle hätten verhindert werden können, wenn transparent mit der Gefahrensituation umgegangen worden wäre.

Mamdani spricht in diesem Zusammenhang von einer Vertuschungsaktion der Behörden. Viele Menschen seien damals krank geworden, weil die Zuständigen sie „belogen haben und ihnen sagten, es sei sicher, die giftige Luft einzuatmen“, erklärte der Bürgermeister der wohl bekanntesten Stadt der USA.

Insgesamt sollen zu diesem Fall in den kommenden zwölf Monaten ungefähr 173.000 Seiten Bericht online veröffentlicht werden. Die Nicht-Regierungsorganisation Health Watch hatte die Stadt New York auf Herausgabe dieser Informationen verklagt. Konkrete Namen werden aktuell weder von der Organisation noch von Zohran Mamdani genannt. Allerdings dürften die Dokumente unter anderem den damals amtierenden Bürgermeister, Rudy Giuliani, und auch dessen Nachfolger Michael Bloomberg schwer belasten.

9/11-Anschläge haben weitreichende internationale Folgen

Aber auch darüber hinaus sind die Folgen von 9/11 bis heute vielerorts spürbar, nicht zuletzt in der Weltpolitik. Der Anschlag löste damals den bislang einzigen Bündnisfall der NATO und den anschließenden Krieg in Afghanistan aus. Der ab 2003 geführte Irak-Krieg war eine weitere Folge der Geschehnisse. Zudem führten die Ereignisse zu einer fundamental verschärften Sicherheitspolitik vieler westlicher Länder, allen voran der USA.

Unter anderem die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (lpb) resümiert zudem in der Rückschau, dass 9/11 „das Bild von den USA als Vorzeigedemokratie“ beschädigt und die Vormachtstellung des Landes in vielen Teilen der Welt beschnitten habe, wobei das vor allem an der militärischen Reaktion der USA liege. Auch die gesellschaftlichen Folgen sind bis heute spürbar, in der Erinnerungskultur, aber auch in einer kollektiven Angst vor Terroranschlägen, die durch weitere Angriffe wie im Jahr 2015 in Paris verstärkt wurde.