Gesundheitsrisiken drohen: Temperatur sollte zum Schlafen eine bestimmte Grenze nicht überschreiten

Die im Schlafzimmer herrschenden Temperaturen sind wichtig für den Schlaf. Eine Studie hat herausgefunden, dass dabei aus gesundheitlichen Gründen eine bestimmte Temperaturschwelle nicht überschritten werden sollte.
Gesundheitsrisiken drohen: Temperatur sollte zum Schlafen eine bestimmte Grenze nicht überschreiten
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Die persönliche Wohlfühltemperatur ist zwar bei jedem individuell, dennoch gibt es Temperaturen bei dem es dem Körper besonders gut oder besonders schlecht geht. So sind besonders hohe oder niedrige Grade selten angenehm oder gesund. Das gilt besonders im Schlaf. Dabei ist die Temperatur noch wichtiger als ohnehin schon, weil sich der Körper dabei bestmöglich erholen sollte. So werden im Schlaf beispielsweise Informationen im Gehirn verarbeitet, was unter anderem für das Gedächtnis enorm wichtig ist.

Darüber hinaus werden in der ersten Nachthälfte Hormone ausgeschüttet, die für die Erholung von Knochen und Muskeln wichtig sind. Auch das Immunsystem wird dabei gestärkt und der Stoffwechsel kann sich aufladen. Und es passieren noch zwei wichtige Dinge beim Schlafen: Der Herzschlag verlangsamt sich, was den Blutdruck senkt und die Atmung verlangsamt. Dabei kühlt der Körper herunter und erreicht schließlich – in der Regel und bei gängigen Schlafenzeiten gegen 4 Uhr nachts – seinen Tiefpunkt bei etwa 36,5 Grad. Die Temperatur spielt also beim Schlafen eine wichtige Rolle. Deshalb ist es wichtig für die Gesundheit, dass die Umgebung nicht zu kalt, aber auch auf keinen Fall zu warm ist. Andernfalls besteht sogar ein Risiko für das Herz.

Hohe Temperaturen sind nicht gut für den Schlaf: Frau liegt schlaflos im Bett
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Die richtige Temperatur kann Schlafqualität und Gesundheit beeinflussen

Das ist gerade in den Wintermonaten eine ungeahnte Herausforderung. Aufgrund der Außen-Kälte heizen die meisten in ihrem Zuhause deutlich mehr als sonst und man hat es am liebsten kuschelig und tendenziell ein paar Grad wärmer als etwa im Sommer. Einer Studie zufolge, die im Fachmagazin „BMC Medicine“ veröffentlicht wurde, gibt es dabei aber eine klare Obergrenze. Dem Ergebnis liegt eine Beobachtungsstudie mit 47 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zugrunde. Dabei wurden Schlafqualität und Raumtemperatur überwacht.

Die Auswertung der gewonnen Daten zeigt, dass ab einer Schwelle von 24 Grad Celsius das Herz-Kreislauf-System übermäßig belastet wird, da es dann nicht mehr in den nötigen Ruhemodus wechseln kann. Die Forscherinnen und Forscher erklären das durch einen natürlichen Schutzmechanismus, der den Körper vor Überhitzung schützen soll. Wie eingangs beschrieben sinkt im Schlaf eigentlich die Herzfrequenz. Je höher die Temperaturen, desto mehr steigt sie allerdings an, da mehr Blut Richtung Hautoberfläche transportiert werden muss, um die Wärmeabgabe und damit -regulierung des Körpers zu gewährleisten.

Man sollte also darauf achten, dass es nachts im Schlafzimmer auf keinen Fall wärmer ist als 24 Grad, was den meisten ohnehin zu warm sein dürfte. Besser ist beispielsweise eine Wärmflasche, die punktuell wärmt, anstatt den ganzen Raum aufzuheizen.