Sollte man Knoblauch noch essen, der innen grün ist?

Der Knoblauch hat beim Schneiden einen grünen Kern – muss er jetzt in den Müll? Das gilt bei der Haltbarkeit der beliebten Knolle.
Sollte man Knoblauch noch essen, der innen grün ist?
Shutterstock / New Africa

Knoblauch zeigt seine wahre Natur bereits im Namen, streng genommen handelt es sich nämlich um eine Pflanzenart aus der Gattung des Lauchs. Teilweise ist dieser Zusammenhang noch im scharfen Unterton des Geschmacks zu erkennen. Aufgrund dieses markanten Aromas ist er in den meisten Küchen zu finden und fester Bestandteil vieler kulinarischer Kulturen auf der ganzen Welt.

Mitunter wird Knoblauch auch eine heilende Wirkung nachgesagt. So soll er unter anderem gut für das Herz-Kreislauf-System sein oder auch bei Erkältung helfen. Es halten sich allerdings auch hartnäckige Gerüchte darüber, ab wann das Gemüse ungesund ist. Man kann etwa häufiger lesen, dass man vom grünen Inneren oder auch von keimendem Knoblauch die Finger lassen sollte. Was ist dran?

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Triebe und grüner Kern sind natürlicher Prozess

In der Mitte einer Zehe bildet sich mit fortschreitendem Alter ein grüner Kern. Da dieser auch in der Textur anders ist als der Rest des Knoblauchs, kann man ihn theoretisch beim Schneiden einfach herauslösen. Allerdings schmeckt genau dieser grüne Kern oft besonders intensiv. Giftig ist der Kern an und für sich nicht; er kann dementsprechend bedenkenlos gegessen werden.

Allerdings ist er ein erstes Anzeichen dafür, dass das Gemüse beginnt, zu keimen. Frischer Knoblauch hingegen hat keinerlei grüne Färbungen oder Triebe. Stattdessen zeichnet er sich durch eine helle, stellenweise leicht rosafarbene Färbung aus.

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Keimende Knoblauchzehen und Knollen
iStock / Andreas Häuslbetz

Keimenden Knoblauch kann man bedenkenlos essen

Anders als bei anderem Gemüse wie etwa Kartoffeln sind Triebe an Knoblauch nicht giftig. Sie ändern allerdings den Geschmack der Knolle mitunter massiv. Je älter das Gemüse und je mehr Triebe zu sehen sind, desto intensiver und schärfer wird der Geschmack. Teilweise kippt er sogar leicht ins Bittere. Das sollte man vor dem Verzehr unbedingt bedenken. Ähnlich sieht es auch bei Zwiebeln aus.

Übrigens gibt es weltweit etwa 300 verschiedene Knoblauchsorten, wie unter anderem „Plantura“ berichtet. Dabei gehört die Knolle zu den am längsten kultivierten Pflanzen überhaupt. Schon vor 6000 Jahren haben Menschen offenbar das Gemüse gegessen.