„Blue Zone Diät“: Kann man dank dieser Lebensmittel länger leben?

Wer möchte nicht gesund altern? Die Blue Zone Diät verspricht genau das – doch Forscher warnen vor Wunschdenken. Welche Lebensmittel tatsächlich dafür sorgen können, dass man auch im hohen Alter noch gesund ist und was Experten raten.
„Blue Zone Diät“: Kann man dank dieser Lebensmittel länger leben?
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Ein langes Leben mit viel Gesundheit wünscht sich wohl jeder. Tatsächlich ist es bei all den negativen Umwelteinflüssen gar nicht mehr so einfach, nicht krank zu werden und auch im hohen Alter noch fit zu bleiben. Es gibt allerdings bestimmte Lebensmittel, dank denen man besonders lange gesund leben kann.

Dabei soll unter anderem die sogenannte „Blue Zone Diät“ helfen. Diese Blue Zones wurden mehrfach als Regionen auf der Erde beschrieben, in denen die Einwohner sehr gesund leben und angeblich auch älter werden sollen. Es wurden mehrere Dokumentationen über die blauen Zonen veröffentlicht, denn zahlreiche Mediziner versuchen herauszufinden, was genau diese Menschen anders machen. Doch was ist wirklich dran an dieser Behauptung?

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Kritiker sprechen von Wunschdenken: Sind die „Blue Zones“ ein Mythos?

Ob die Menschen in den blauen Zonen tatsächlich älter werden, bleibt umstritten und wurde sogar teilweise widerlegt. Kritische Stimmen betonen immer wieder, dass es sich um einen Mythos handelt, da wichtige Daten, wie beispielsweise Geburtsurkunden, fehlen. Auch die Altersangaben sind oft falsch. Zudem kommt es Saul Justin Newman, einem Forscher am University College London zufolge, in den genannten Regionen häufig zu Rentenbetrug. „Das Geheimnis, 110 Jahre alt zu werden, besteht darin, seinen Tod nicht zu melden“, erklärte Newman. In Okinawa soll der Gesundheitszustand der Einwohner sogar besonders schlecht sein. Stress und eine mangelnde Gesundheitsversorgung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, wenn es um die Langlebigkeit geht.

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So funktioniert die beliebte „Blue Zone Diät“

Die „Blue Zone Diät“ ist dennoch sehr beliebt. Die Basis ist mediterran und setzt auf viel Gemüse. Auch frischer Fisch und Fleisch stehen auf dem Speiseplan. Im Mittelpunkt steht insbesondere Olivenöl, welches wertvolle ungesättigte Fettsäuren liefert. Auch Kaffee oder grüner Tee werden in den blauen Zonen gerne getrunken. Zudem landen Nüsse, Hülsenfrüchte und Saaten auf dem Teller. Kohlenhydrate, Pizza, hochverarbeitete Speisen, Alkohol, Burger und Pommes gibt es nur in Ausnahmefällen - wenn überhaupt. Wer die Diät ausprobieren möchte, sollte insbesondere auf bunte Gemüsepfannen, Salate, Aufläufe, Bowls, Suppen und Obst setzen. Auch Avocados, Tomaten, frischer Schinken und Zitrusfrüchte bieten den optimalen Snack für zwischendurch.

Diese Lebensmittel sind Teil der „Blue Zone Diät“:

  • Frische Zutaten mit Vitaminen: Obst und Gemüse.
  • Gesunde Fette: Olivenöl und Avocados.
  • Proteinlieferanten: Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen, Nüsse und Saaten.
  • Getränke: Wasser, grüner Tee und Kaffee.
  • Fleisch und Eier: Fleisch und Eier kommen nur gelegentlich auf den Teller. Geflügel wird bevorzugt.
  • Fisch und Meeresfrüchte: Lachs, Makrele, Garnelen, Krebsfleisch oder Sardinen.
  • Getreide: Vollkornprodukte werden bevorzugt.
  • Milchprodukte: Statt Kuhmilch kommen Feta und Ziegenkäse zum Einsatz.
Blue Zone Diät: Landkarte mit den blauen Zone
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Die Mediterrane Ernährung ist der Schlüssel für ein gesundes Leben

Zwar gibt es keinen Beweis dafür, dass man dank der „Blue Zone Diät“ tatsächlich länger lebt, fest steht aber, dass die mediterrane Ernährung allgemein gesünder ist. Ärzte betonen immer wieder, dass man mit der richtigen Ernährung sein Herz schützen und Übergewicht vorbeugen kann. Auch Antioxidantien, die in vielen mediterranen Lebensmitteln enthalten sind, spielen dabei eine entscheidende Rolle. „Sie wirkt antioxidativ. Wir alle werden alt und sterben, weil wir immer «ranziger», das heisst oxidierter, werden. Die antioxidativen Mechanismen wirken dem entgegen. Man hat früher versucht, diesen Effekt mit Tabletten, zum Beispiel mit Vitaminen, zu erzeugen. Das hat aber alles nicht funktioniert. Eine Wirkung konnten wir nie nachweisen. Es braucht den ganzheitlichen Ansatz der mediterranen Ernährung", sagt der Schweizer Mediziner Prof. Peter E. Ballmer.

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Studien bestätigen die positive Wirkung der mediterranen Küche

Wie die Deutsche Herzstiftung berichtet, kann man sich mit der mediterranen Ernährung sogar vor Alzheimer und Schlaganfällen schützen. Eine Studie aus Spanien, die im Jahr 2013 durchgeführt wurde, zeigte, dass das Schlaganfallrisiko durch die mediterrane Kost um 40 Prozent reduziert werden konnte. Da auch die „Blue Zone Diät“ auf dieser nachhaltigen Ernährungsform basiert, tut man seinem Körper und seiner Gesundheit zweifellos etwas Gutes. Zwar sichert man sich dadurch kein langes Leben, da hier zu viele weitere Faktoren eine Rolle spielen, doch man kann selbst einen großen Teil dazu beitragen, bis ins hohe Alter fit zu bleiben.