Momentan wird in Deutschland vor extrem hohen Temperaturen gewarnt. In der vergangenen Woche wurde in diesem Jahr die 40-Grad-Marke geknackt. Dieser heiße Sommer ist nicht ungefährlich. Insbesondere Risikogruppen können einen Sonnenstich oder auch einen Hitzschlag erleiden.
Mediziner warnen deshalb vor den hohen Temperaturen und zählen einige Symptome auf, die als Warnzeichen gewertet werden sollten. „Das fängt an bei einfachen Störungen, die der- oder diejenige gar nicht wahrnimmt und reicht vom Sonnenstich über eine Hitzeerschöpfung bis hin zum Hitzschlag – ein wirkliches Notfallproblem“, betont Uwe Janssens, ehemaliger Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Hitzschlag und Sonnenstich können gefährlich werden
Bei Hitze sei es besonders wichtig, genug zu trinken und sich und seine Haut vor der Sonne zu schützen. Am stärksten gefährdet sind Kleinkinder und Senioren. Babys können die ansteigende Körperkerntemperatur noch nicht durch Schwitzen so ausgleichen wie Erwachsene und Senioren trinken häufig zu wenig und sind deshalb schnell dehydriert. Auch Personen, die sich bei Hitze körperlich stark belasten, wie beispielsweise durch ein anstrengendes Training in der prallen Sonne, gehören zur Risikogruppe.
Diese Symptome gelten als Warnzeichen:
- Hitzschlag
- Schneller Herzschlag
- Orientierungsprobleme
- Verhaltensauffälligkeiten
- Hohes Fieber bis 41 Grad
- Muskelkrämpfe
- Bewusstlosigkeit
- Sonnenstich
- Starke Kopfschmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Schwindel
- Neurologische Ausfälle
- Nackensteifigkeit
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Der Sonnenstich gilt als Reizung der Hirnhaut und entsteht insbesondere durch die direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken. Symptome, auf die man unbedingt achten sollte, sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Schwindel. „Ganz wichtig ist, dass man die Patienten sofort aus der Sonne nimmt, in kühle Räume bringt, den Kopf hoch lagert, damit der Hirndruck nicht weiter steigt“, heißt es weiter. Sollte es zu neurologischen Auffälligkeiten kommen, muss ein Notarzt gerufen werden.

Im Notfall sollte man immer die 112 wählen
Hitzschlag und Hitzeerschöpfung betreffen hingegen den gesamten Organismus. Zudem ist hier nicht unbedingt eine direkte Sonneneinstrahlung nötig. Hintergrund sind die allgemeine Erhitzung des Körpers und ein Mangel an Flüssigkeit. Die Temperaturregulation versagt und es kommt zu einer heißen und geröteten Haut, ohne dass die Patienten noch richtig schwitzen können. Andere Organe werden durch das Blut, welches in die Haut gepumpt wird, nicht mehr richtig versorgt.
Dann kann es beispielsweise zu Muskelkrämpfen kommen. Die Körpertemperatur kann auf bis zu 41 Grad ansteigen. Es folgen ein schneller Herzschlag, Orientierungsprobleme, Sprachstörungen und Verhaltensauffälligkeiten bis hin zur Bewusstlosigkeit. Es handelt sich ebenfalls um einen Notfall, und man sollte nicht zögern, einen Krankenwagen zu rufen.
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Wie kann man einen Hitzschlag und einen Sonnenstich vermeiden?
Mediziner raten deshalb dazu, präventive Maßnahmen zu ergreifen. Bei Hitze sollte man unbedingt genug trinken. Möglichst Wasser, ungesüßte Tees oder Milch, um den Elektrolythaushalt auszugleichen. „An heißen Tagen sollte man als Erwachsener ruhig zwei bis drei Liter Wasser trinken“, erklärte DRK-Bundesarzt Universitätsprofessor Dr. Bernd Böttiger. Zudem sollte man auf leichtere Mahlzeiten setzen, um den Körper nicht zu überfordern. Ventilatoren und Klimaanlagen sorgen für die nötige Kühlung. Steigen die Temperaturen deutlich über 30 Grad, kann man kalte Handtücher und Wassersprays nutzen, um von der Verdunstungskälte zu profitieren. Zudem sollte man sich im Schatten aufhalten, große Anstrengung meiden und eine Kopfbedeckung tragen.
Diese Maßnahmen sind wichtig:
- Innenräume kühl halten
- Kopfbedeckung tragen
- Viel trinken
- Leichte Mahlzeiten essen
- Haut kühlen (Ventilator, Wasserspray, kalte Lappen)
- Im Schatten aufhalten
- Nachts durchlüften
- Keine Anstrengung in der Sonne

