Wenn von optischer Alterung die Rede ist, ist in der Regel die der Haut gemeint. Denn an keiner Stelle des Körpers sieht man das Altern so deutlich wie an der Haut. Das liegt vor allem am Abbau von Kollagen und Elastin. Dadurch verliert die Haut an Spannkraft, was zunächst feine Trockenheitsfältchen und später dann tiefere Falten zur Folge hat.
Zudem baut sich die Hautstruktur mit der Zeit ab, was etwa zur Folge hat, dass die Gesichtskonturen schlaffer werden. Dazu kommen im Laufe der Zeit immer mehr Pigmentflecken. Wie schnell das passiert, hängt von den Genen, aber auch davon ab, wie man sich und seine Haut behandelt und welchen Umwelteinflüssen man sie aussetzt.
Aber auch die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle. So kann man die Hautalterung mit den „falschen“ Lebensmitteln beschleunigen, während andere den Prozess hingegen verlangsamen. Dabei sollte man vor allem auf Produkte setzen, die vor den drei wesentlichen Hauptursachen der Hautalterung schützen: UV-Strahlung, oxidativem Stress und Kollagen-Abbau.
Olivenöl für ungesättigte Fettsäuren (und vieles mehr)
Olivenöl gilt als Superfood im Anti-Aging-Bereich und auch darüber hinaus. Dabei geht es grundsätzlich um natives Olivenöl, das kalt gepresst wurde. Dazu haben mehrere Studien belegt, dass Personen, die regelmäßig gewisse Mengen an Olivenöl – oder auch generell an ungesättigten Fettsäuren – konsumieren, teilweise signifikant weniger Faltenbildung aufweisen. Eine Studie aus dem Jahr 2022 belegt dabei bereits eine Wirkung ab einem Esslöffel pro Tag.
Hinzu kommt, dass Olivenöl eine entzündungshemmende Wirkung hat. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang der Wirkstoff Oleocanthal, der ähnliche Wirkmechanismen wie Ibuprofen auslöst, weil er die gleichen Stoffe im Körper hemmt. Da sogenannte „stille Entzündungen“ Kollagen und Elastin zerstören, die wiederum die Hautalterung begünstigen, setzt Olivenöl auch hier an.
Außerdem ist Olivenöl ein guter Lieferant für Squalen. Dabei handelt es sich um Fette, die auch im natürlichen Hauttalg vorkommen, um die Haut geschmeidig und feucht zu halten. Im Alter nimmt die Squalen-Produktion ab; auch dabei kann Olivenöl helfen.

Grüner Tee für Katechine
Auch Grüner Tee kann ein gutes Hilfsmittel im Kampf gegen Hautalterung sein. Das liegt vor allem daran, dass Katechine, insbesondere Epigallocatechingallat (EGCG), enthalten sind. Mehrere Studien belegen, dass diese sekundären Pflanzenstoffe die Haut vor oxidativem Stress durch UV-Strahlung schützen. Zudem kann EGCG nachweislich helfen, den Abbau von Kollagenfasern durch UV-Licht zu verlangsamen.
Darüber hinaus wird die Durchblutung der Haut verbessert, was ebenfalls eine positive Wirkung erzielt. Dann werden Hautzellen nämlich besser mit Nährstoffen und auch mit Sauerstoff versorgt, während Stoffwechselprodukte schneller abtransportiert werden.
Aufgrund der ebenfalls enthaltenen Flavonoide, entzündungshemmender Pflanzenstoffe, wird grünem Tee zudem nachgesagt, dass er sich positiv auf die Gehirnleistung auswirkt. Eine Studie des University Medical Center in Chicago konnte belegen, dass dadurch auch der geistige Verfall verlangsamt wurde.

Rote Paprika für Vitamin C
Ein wichtiges Schlagwort in Bezug auf die Hautalterung ist zudem Vitamin C. Die Ascorbinsäure stärkt nämlich das Immunsystem, dient als starker Zellschutz und verbessert außerdem die Eisenaufnahme im Darm. Darüber hinaus fördert es den Aufbau von Kollagen, das wiederum für straffe Haut und ein gesundes Bindegewebe sorgt. Das bestätigte unter anderem auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).
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Aber auch Gefäße, Knochen, Zähne und Zahnfleisch profitieren von Vitamin C. Durch das Abfangen schädlicher freier Radikale im Körper werden zudem die Zellen vor oxidativem Stress geschützt. Vor allem Zitrusfrüchten wie Zitronen und Orangen sagt man einen hohen Vitamin-C-Gehalt nach. Tatsächlich enthalten aber schwarze Johannisbeeren, Sanddorn und eben auch rote Paprika noch mehr davon.

Dunkle Schokolade für Flavanole
Immer wieder kann man hören, dass Schokolade auch gesund sein kann – und mit Blick auf dunkle Schokolade stimmt das auch. Das liegt daran, dass Kakaobohnen reich an Flavanolen sind. Studien konnten bei täglichem Konsum deutliche positive Effekte auf die Durchblutung der Haut nachweisen.
Aber auch die Dicke und die Hydration, also der Feuchtigkeitsgehalt der Haut, konnten verbessert werden und das teilweise deutlich. Zudem wirken auch Flavanole gegen freie Radikale und somit gegen durch oxidativen Stress bedingte Alterung der Haut. Einige Studien weisen zudem darauf hin, dass Kakao die Haut von innen heraus widerstandsfähiger gegen Sonnenschäden machen und den Eigenschutz der Haut gegen UV-Strahlung erhöhen kann. Das ist allerdings keinesfalls ein Ersatz für einen richtigen Sonnenschutz.
All diese Dinge beziehen sich zudem ausschließlich auf Schokolade mit einem möglichst hohen Kakaoanteil oder auch auf ungezuckertes Kakaopulver. Dabei gilt: Je höher der Kakaoanteil, desto besser. Gezuckerte Milchschokolade hat hingegen eher den gegenteiligen Effekt.

Süßkartoffeln für Beta-Carotin
Süßkartoffeln stammen ursprünglich aus den tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas, gehören aber längst zum Standard in deutschen Supermärkten. Dank zahlreicher Nährstoffe haben sie einen hervorragenden Ruf und aufgrund ihrer sättigenden Ballaststoffe tragen sie dazu bei, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
Was viele nicht wissen: Süßkartoffeln enthalten darüber hinaus auch Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, die dann vom Körper entsprechend umgewandelt wird. Der Nährstoff fördert die Zellerneuerung und wirkt ebenfalls als starkes Antioxidans gegen Hautalterung. Dazu kommen Vitamin C und auch Vitamin E, wobei Süßkartoffeln als eine der besten fettarmen Quellen dafür gelten.
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Vitamin E ist wiederum ein wahrer Haut-Booster. Es kann feine Gesichtslinien glätten, die natürliche Hautschutzbarriere stärken und Wundheilung sowie Regeneration von Narbengewebe beschleunigen. Eine vergleichbare Wirkung wie Süßkartoffeln haben im Übrigen auch Karotten oder Grünkohl.

Lebensmittel können Hautalterung nur bedingt aufhalten
So gesund und großartig die genannten Lebensmittel auch sind, muss man dennoch Erwartungsmanagement betreiben. Auch wenn man die genannten Produkte regelmäßig isst, wird man mit 50 nicht mehr so aussehen wie mit Mitte 20. Zudem gilt in der Anti-Aging-Forschung der Konsens, dass das Weglassen einiger Dinge oft einen größeren Effekt hat als der Konsum sogenannter Superfoods.
Dazu gehört vor allem übermäßiger Zuckerkonsum, aber auch UV-Strahlung. Die beste Ernährung kann diese beiden Dinge nicht ausgleichen. Dennoch können die genannten Lebensmittel der Hautgesundheit enorm helfen und das Organ länger gesund halten, was den Alterungsprozess – teilweise deutlich – verlangsamt.

