Baden oder Duschen? Das sagt die Wissenschaft

Duschen oder Baden – das ist nicht nur Geschmackssache, es gibt auch hygienische und gesundheitliche Unterschiede. Welche Variante ist besser?
Baden oder Duschen? Das sagt die Wissenschaft
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Hund oder Katze? Kaffee oder Tee? Sicherheit oder Risiko? Entweder-oder-Fragen erfreuen sich großer Beliebtheit. Dabei eignen sie sich nicht nur als Partyspiel, sie können auch enorm viel über eine Person verraten wie etwa bei der Frage: Duschen oder Baden? So sagt man Menschen, die lieber duschen, nach, dass sie praktisch und zielorientiert sind. Wer hingegen lieber badet, soll angeblich reflektierter und genussvoller sein.

Unabhängig von eventuellen Persönlichkeitsmerkmalen gibt es aber tatsächlich handfeste Gründe, die für das eine oder das andere sprechen. Denn beide Waschmöglichkeiten bieten Vorteile. Allerdings gibt es aus wissenschaftlicher Sicht klare Kriterien, was wirklich „besser“ ist.

Vor- und Nachteile von Duschen

Vor allem aus hygienischer Sicht hat die Dusche klare Vorteile. Durch den permanenten Wasserfluss werden Schweiß, Schmutz und abgelöste Hautschuppen nämlich direkt weggespült. Dazu kommt, dass Duschen mehrere gesundheitliche Vorteile bietet, die sich vor allem aus der Kontrolle ergeben, die man über die Wassertemperatur hat.

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Diese ist nämlich weitaus ausgeprägter als beim Baden. Das ist nicht nur angenehm, weil man jederzeit direkt auf das aktuelle Bedürfnis eingehen kann. Beispielsweise mit Wechselduschen kann man zudem den Kreislauf aktiv anregen und das Immunsystem stärken.

Man sollte allerdings darauf achten, die Haut dabei nicht zu sehr zu strapazieren, da diese durch warmes Wasser zunehmend austrocknet. Dagegen können entsprechende Dusch- und Pflegeprodukte sowie ein bewusster Umgang helfen.

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Frau steht unter der Dusche und singt
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Wie gut Baden für die Gesundheit ist

Aus gesundheitlicher Sicht ist Baden tatsächlich umstritten. Es gibt einige Studien, die einen Zusammenhang zwischen regelmäßigem Baden und einem geringeren Risiko für Schlaganfälle feststellen konnten. So wurde in einer Studie, die 30.000 Menschen über rund 20 Jahre begleitet hat, beobachtet, dass die Personen, die fast täglich badeten, ein um 28 Prozent verringertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein 26 Prozent geringeres Risiko für einen Schlaganfall aufwiesen.

Ähnliche Effekte lassen sich übrigens auch beim Saunabaden beobachten. Das liegt daran, dass dadurch die Durchblutung effektiv gefördert wird. Zudem kann ein heißes Bad die Muskeln entspannen und den stressbedingten Hormonspiegel ins Gleichgewicht bringen. Gesundheitlich gesehen hat das Baden allerdings auch einen Nachteil, da es den Kreislauf belasten kann. Wer also unter akuten Herz-Kreislauf-Problemen leidet, sollte beim Baden Vorsicht walten lassen.

Zudem ist es unter Umständen ebenfalls schädlich für die Haut. Wie schädlich genau das ist, hängt zwar von verschiedenen Faktoren wie der Häufigkeit, der Wassertemperatur und auch dem Badezusatz ab. Grundsätzlich trocknet warmes Wasser die Haut allerdings aus. Gerade in Kombination mit tensidenlastigen Schaumbädern kann das zu unerwünschten Nebenwirkungen und einem trockenen Hautbild führen. Allerdings kann man diese Effekte mit einem passenden Badezusatz nahezu neutralisieren.

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Auch die Umwelt spielt eine Rolle

Darüber hinaus gibt es einen weiteren relevanten Aspekt in der Frage Baden vs. Duschen: die Umwelt. Zwar gibt es in Deutschland hocheffiziente Abwassersysteme, die das Wasser reinigen und in den Kreislauf zurückführen. Dennoch braucht es Wasser und auch Energie. Bei einer durchschnittlichen Badewanne kommen so zwischen 120 und 150 Litern Wasser zusammen, wobei rund vier bis sechs Kilowattstunden Strom verbraucht werden.

Bei einer Dusche hängt das hingegen sehr stark davon ab, wie lange man duscht. Wer sich schnell und effizient für etwa fünf Minuten abbraust, kann tatsächlich Wasser und Strom sparen. In fünf Minuten werden nämlich etwa 60 Liter Wasser verbraucht, abhängig davon, wie weit man Wasserhahn und Duschkopf aufdreht. Dazu kommen ein bis zwei Kilowattstunden Strom.

Wer länger duscht, negiert den Spareffekt hingegen zunehmend. Je nach Rechnung entspricht eine volle Badewanne etwa einer achtminütigen Dusche, abhängig von den bereits genannten Faktoren und auch der Größe der Badewanne. Beim Duschen kann man den Wasserverbrauch allerdings bewusster kontrollieren.

Gemütliches Baden: Jemand nimmt mit einer Tasse Kaffee in der Hand ein Schaumbad
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Baden oder Duschen, was ist besser?

Die Frage, ob Baden oder Duschen sinnvoller beziehungsweise gesünder ist, hängt also stark vom Individuum ab. Grundsätzlich hat beides seine Vor- und Nachteile und schaden tut man sich in Maßen ebenfalls nicht – im Gegenteil. Expertinnen und Experten empfehlen allerdings grundsätzlich, nicht öfter als alle zwei bis drei Tage zu baden oder zu duschen. Zum einen, um die Haut zu schonen, zum anderen, um den wichtigen Schutzfilm, der sich darauf bildet, nicht ständig abzuwaschen.

Aus hygienischer Sicht ist es zudem nicht nötig, sich jeden Tag so gründlich zu reinigen, es sei denn, man übt häufig Tätigkeiten aus, die körperlich anspruchsvoll oder schmutzintensiv sind. Ansonsten reicht auch das gezielte Waschen entsprechender Körperregionen.