Kaffee gehört zu den beliebtesten Getränken überhaupt. Dabei schätzen viele die wachmachende Wirkung des Koffeins, während der Geschmack von purem Kaffee nur bei einer Minderheit auf Gegenliebe stößt. Viele peppen das Heißgetränk deshalb mit diversen anderen Dingen auf. Besonders häufig kommt dafür Milch zum Einsatz. Diverse Caffè-latte- und Cappuccino-Kreationen erfreuen sich großer Beliebtheit, egal ob mit oder ohne Kuhmilch.
Aber auch Sirup und andere Süßungsmittel werden gerne hinzugefügt, um die von Natur aus bittere Grundnote von Kaffee zu überdecken. Manche setzen auch nach wie vor auf ganz normalen Zucker; die Tütchen, die dafür in jedem Café zur Verfügung stehen, enthalten zwischen 3,5 und 5 Gramm Zucker. Das entspricht je nach Hersteller auch in etwa einem Pumpstoß Sirup, dessen Zuckergehalt bei 5 bis 8 Gramm Zucker liegt.
Nun hat Zucker bekanntermaßen zahlreiche gesundheitliche Nachteile, weshalb immer mehr Leute auf eine Alternative zurückgreifen, die auf den ersten Blick nur wenig Sinn ergibt: Salz. Immer wieder kann man unter anderem auf Social Media hören und sehen, wie Personen Salz in ihren Kaffee geben und erklären, dass das Getränk dadurch süßer werden und gleichzeitig weniger ungesund sein soll. Aber stimmt das auch?

Kaffee mit Salz schmeckt zwar süßer, birgt aber ein gesundheitliches Risiko
Neben seiner salzigen Komponente hat Salz tatsächlich eine geschmacksverstärkende Wirkung. Deshalb kommt es als Zutat längst auch in vielen Süßigkeiten und etwa auch beim Backen von Kuchen und Torten zum Einsatz. Eine Prise des Gewürzes macht dabei nicht per se salzig, sondern sorgt dafür, dass Geschmacksrezeptoren unter anderem empfänglicher für Süße werden. Damit kann Salz auch einen metallischen oder beißenden Beigeschmack von Speisen und Getränken verhindern.
Das funktioniert auch bei Kaffee. So erklärt die Expertin Elanor Bryant gegenüber der britischen Tageszeitung „The Sun“: „Es mildert die Wahrnehmung der bitteren Noten im Koffein, was wiederum dazu führen kann, dass Kaffee süßer schmeckt“. Allerdings warnt Bryant im selben Atemzug auch vor gesundheitlichen Risiken. So könne der Trend schnell überstrapaziert werden, vor allem bei Personen, die viel von dem Getränk trinken. Zusätzlich nimmt man zudem in der Regel auch noch über Speisen Salz zu sich.
In diesem Kontext sollte man unbedingt die empfohlene Maximalmenge der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beachten. Für Erwachsene empfiehlt die WHO eine Obergrenze von 5 Gramm pro Tag. Diese ist mit normal gesalzenem Essen und einem zusätzlich gesalzenen Kaffee schnell erreicht. Zudem kann dennoch auch ein erhöhter Salzkonsum – auch bei Einhalten der Obergrenze – auf Dauer schädlich sein. Darunter leiden etwa der Blutdruck, das Herz-Kreislauf-System, die Nieren und auch das Immunsystem sowie die Darmflora.
