Mit der PS5 Pro ist die letzte PlayStation im November 2024 erschienen. Seitdem wartet die Gaming-Welt auf einen Nachfolger, die PlayStation 6, zumal das Hauptmodell, die PS5, bereits seit 2020 auf dem Markt ist. Inzwischen gibt es erste Details zu der kommenden Sony-Konsole. Die neueste Informationslage dürfte den meisten Fans allerdings nicht gefallen.
Denn die anhaltende Speicherkrise und der daraus entstehende Druck für die Branche wirken sich auch auf die PlayStation 6 aus. Auf einer Investorenkonferenz in Tokio hat der japanische Sony-Konzern die Hoffnungen vieler Spielerinnen und Spieler gedämpft. Das betrifft sowohl den Release-Termin der geplanten Konsole als auch den Preis.
Sony leidet ebenfalls unter der anhaltenden Speicherknappheit
Die Tech-Welt, zu der eben auch die Gaming-Branche gehört, steht aktuell massiv unter Druck. Grund dafür ist der anhaltende KI-Boom. Die Technologie ist nämlich nicht nur enorm energiehungrig, sie erfordert auch eine hohe Rechenleistung. Das hat zur Folge, dass die Nachfrage nach entsprechend leistungsstarken Chips aktuell kaum zu bedienen ist, was neben der Knappheit auch eine Preissteigerung zur Folge hat.
Damit haben alle großen und kleinen Namen der Branche zu kämpfen. So hat etwa Apple kürzlich sein günstigstes Mac-mini-Modell aus dem Sortiment genommen (beziehungsweise die günstigste Speicherkonfiguration). Und auch Sony beobachtet die Situation genau. Immerhin sind etwa die Verkaufszahlen für die PlayStation 5 unmittelbar davon betroffen, weil der Konzern die Preise aufgrund der Speicherknappheit angehoben hat – ein ungewöhnlicher Schritt für eine fast sechs Jahre alte Konsole.

Kommt die PS6 erst im Jahr 2029?
In einer wirtschaftlich generell angespannten Lage muss Sony deshalb wohl mit einem Umsatzrückgang im laufenden Geschäftsjahr rechnen. Zwar ist die Liefersituation für 2026 gesichert, für 2027 gilt das allerdings nicht in gleichem Umfang. Die Firmenführung rechnet allerdings auch dann mit einer andauernden Speicherkrise. Das wirkt sich auch auf die Pläne für die PlayStation 6 aus.
Den Informationen zufolge könnte sich der Start auf das Jahr 2028 oder sogar 2029 verschieben. Expertinnen und Experten hatten ursprünglich mit einem Release der PlayStation 6 im Jahr 2027 gerechnet, da Sony damit seinem Rhythmus treu bleiben würde. Zwischen der PS3 und PS4 sowie zwischen der PS4 und PS5 lagen jeweils sieben Jahre.
Die PlayStation 6 könnte deutlich teurer werden
Das würde wiederum automatisch den Lebenszyklus der aktuellen Konsolengeneration um die PlayStation 5 verlängern, was nicht nur Nachteile für Spielerinnen und Spieler hätte. Zunächst müssten sie kein Geld in neue Hardware investieren. Und auch für die Spieleentwickler wäre es dahingehend ein Vorteil, dass die Spielerschaft für die PS5 größer ist, was den Entwicklungsaufwand generell verringert.
Auf der anderen Seite dürfte die Hardware gerade bei neueren Titeln zunehmend an ihre Grenzen stoßen, zumal die Konkurrenz – vor allem in Form von Microsoft – die Entwicklung ihrer neuen Konsolen vorantreibt. Das könnte Sony zusätzlich unter Druck setzen und noch mehr dazu führen, dass Kostensteigerungen am Ende direkt auf die Kundschaft umgelegt werden.
Zudem dürfte sich die Gesamtsituation bereits deutlich auf den Preis der kommenden PlayStation 6 auswirken. Expertinnen und Experten gehen bereits jetzt davon aus, dass die UVP zum Start der Konsole bei mindestens 699 Euro liegen könnte. Damit wäre sie 200 Euro teurer als die zum Release 499 Euro kostende PS5. Auch höhere Preise wären denkbar.

